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June 23rd, 2009Don DeLillo: Libra
Penguin Books, London 1989
11. Auflage 199?
beg, bee: 05.06.2009, 22.06.2009
456 Seiten, Taschenbuch
engl.-sprachig
Roman, Literatur, Postmoderne, Nordamerika
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Don DeLillo: Libra
Penguin Books, London 1989
11. Auflage 199?
beg, bee: 05.06.2009, 22.06.2009
456 Seiten, Taschenbuch
engl.-sprachig
Roman, Literatur, Postmoderne, Nordamerika
Harald Höffding: Sören Kierkegaard als Philosoph
(Frommanns Klassiker der Philosophie III)
Friedrich Frommanns Verlag (Erich Hauff), Stuttgart 1896
beg, bee: 25.04.2009, 19.05.2009
x, 170 Seiten, Festeinband
dt.-sprachig (Ü: Albert Dorner, Christoph Schrempf)
Philosophie, christliche Ethik, Dänemark
Alfred N. Whitehead: Die Funktion der Vernunft
Philipp Reclam jun., Stuttgart 1987
beg, bee: 21.04.2009, 24.04.2009
80 Seiten, Taschenbuch
dt.-sprachig (Ü: Eberhard Bubser)
Philosophie, Wissenschaftstheorie, Rationalismus, gutes Leben
Claude Anet: Im Banne Asiens
C. Weller & Co., Leipzig / Wien 1927
beg, bee: 15.04.2009, 16.04.2009
weniger eine Reiseschilderung denn schwärmerische Erotica
224 Seiten, Festeinband
dt.-sprachig (Ü: Georg Schwarz)
Roman, Literatur, Fin de siècle, Frankreich
Don DeLillo: Cosmopolis
Picador, London 2003
beg, bee: 14.03.2009, 14.04.2009
211 Seiten, Festeinband
engl.-sprachig
Roman, Literatur, Postmoderne, Nordamerika
Edward Lord Russell of Liverpool: Geißel der Menschheit. Kurze Geschichte der Nazikriegsverbrechen
Verlag Volk und Welt, Berlin 1956
beg, bee: 08.04.2009, 13.04.2009
264 Seiten, Festeinband
dt.-sprachig (Ü: Roswitha Czollek)
Nationalsozialismus, Holocaust, Drittes Reich, Deutschland
Jennifer Rardin: Biting the Bullet. A Jaz Parks Novel (3)
Orbit, New York / London 2008
beg, bee: 21.03.2009, 22.03.2009
Jennifer Rardin: Bitten to Death. A Jaz Parks Novel (4)
Orbit, New York / London 2008
beg, bee: 22.03.2009, 29.03.2009
328 Seiten und 312 Seiten, Taschenbuch
engl.-sprachig
Romane, Literatur, Belletristik, Urban Fantasy
Brian Fishman: Dysfunction and Decline: Lessons Learned from inside Al-Qa’ida in Iraq
Harmony Project / The Combating Terrorism Center at U.S. Military Academy at West Point, West Point (New York) 2009
beg, bee: 26.03.2009, 26.03.2009
Eindrucksvoll und pointiert analysiert Brian Fishman in diesem Aufsatz die Gründe für die schwindende Rolle und Bedeutung des 2004 von Abu Musab al-Sarkawi ins Leben gerufenen Al Kaida-Ablegers im Irak (AQI) und leitet hieraus Empfehlungen ab für den Kampf der westlichen Alliierten andernorts gegen das dschihadistische Netzwerks Osama bin Ladens (samt und sonders natürlich für die US-Streitkräfte im Rahmen der Operation Enduring Freedom in Afghanistan (OEF-A)). Bemerkenswert ist die Klarheit und Nüchternheit der Analyse, welche unvernebelt von politischer Agitation ebenjene Merkmale identifiziert, die AQI zunächst breite Unterstützung durch sunnitische Aufständische im Irak sicherten und dann, nach drei Jahren blutiger Abnutzungsschlacht auch zunehmend unter den Waffenbrüdern selbst, um den Sieg brachten. Nicht die militärische Überlegenheit der amerikanischen Truppen führte zum Erfolg, obschon die von General David H. Petraeus eingeleitete Strategieänderung fraglos eine Verbesserung der Sicherheitslage zwischen Euphrat und Tigris bewirkte, die irakischen Sunniten selbst (und nicht zuletzt ihre radikalen Elemente) haben AQI eine empfindliche Niederlage beigebracht:
“U.S. troops did exactly what they should do in such circumstances; they facilitated AQI’s decline by killing and capturing key leadership, disrupting communications and logistics processes, and giving the local tribes a legitimate path to political participation. But it was the rejection of AQI by local Sunnis that discredited and degraded the organization. Their concerns were both profound and banal: ranging from anger over AQI’s ideological extremism to frustration that AQI monopolized local smuggling networks.” (S. 30)
Hinzu traten eine Vielzahl strategischer, personeller und logistischer Mängel in der Aufstellung und Ausrichtung der AQI wie beispielweise ihre ideologisch motivierte, die irakische Unterstützerbasis zunehmend entfremdende Bereitschaft zu extremer Gewalt auch und besonders gegen Muslime sowie ein grundsätzliches Unverständnis mit Blick auf die Stammesgesellschaft und kulturellen Gepflogenheiten Iraks. Al Kaida hat seine Schlüsse aus dem Versagen AQIs gezogen und seine Lektionen gelernt, wie ein von US-Truppen sichergestelltes Dokument (“Lessons Learned” (PDF)) belegt. Mit überraschender Offenheit, und fraglos in Übereinstimmung mit dem veränderten außenpolitischen Kalkül der neuen US-amerikanischen Regierung Barack Obamas, beurteilt Fishman die langfristigen Konsequenzen des Irakfeldzugs für den “War on Terror”:
“Despite these important setbacks for al-Qa’ida, the U.S. presence in Iraq - and al-Qa’ida’s confrontation with U.S. forces there - has greatly benefited the jihadist movement. AQI’s campaign enabled al-Qa’ida writ large to maintain media presence, distract U.S. attention from Afghanistan, gain tremendous tactical expertise, and participate in a very popular fight. Furthermore, the central organization based in Pakistan invested very little to initiate its relationship with Abu Mus’ab al-Zarqawi and the jihadists that became AQI - offering little more than their reputation and brand name.” (S. 28)
Dies (implizite) Verdikt bezüglich der Irakpolitik der Vorgängerregierung Bush ist nicht so sehr inhaltlich eine Überraschung, es stimmt in vielen Kernpunkten mit der Kritik überein, die vor Beginn des Irakkriegs von Gegnern desselben angeführt wurde, es fügt sich aber in seiner differenzierten Analyse nahtlos ein in die militärisch-politischen Abwägungen, mittels derer Fishman wertvolle Lehren aus dem Nahezu-Debakel des (meiner Ansicht nach) völkerrechtlich nicht legitimierten Krieges zieht. So empfiehlt er beispielsweise, die (begrenzte) Kooperation mit Aufständischen zu prüfen, wo sich gemeinsame Interessen finden, die gegen Al Kaida gerichtet sind, wie auch die lokalen Gegebenheiten in Afghanistan intensiv zu studieren und sich gegebenenfalls zunutze zu machen.
Wie der Autor zurecht schreibt, ist die Lage im Irak auch nach den relativ ruhigen Provinzwahlen im Januar nicht rosig, die eingetretene Stabilisierung darf nicht mit Stabilität des politischen Systems, gar einem demokratischen, dauerhaft friedvollen Zweistromland verwechselt werden. Al Kaida und seine Verbündeten werden auch trotz der herben Niederlage AQIs sowohl im Irak als auch im Grenzgebiet Pakistans und Afghanistans aktiv bleiben und im letzteren als neuem (auch medialen) Hauptkampfplatz weiterhin schlagkräftig operieren und Terror gegen Zivilbevölkerung und die geschmähten westlichen Truppen ausüben. Es besteht aber die Hoffnung, daß der Krieg gegen das islamistische Netzwerk und seine Zweigstellen erfolgreich geführt und gewonnen werden kann, wenn seine Strategie sich an ruhigen, auch selbstkritischen Analysen wie dieser CTC-Publikation orientiert und damit dem Gegner Gelegenheit gegeben wird, sich selbst und seine menschenverachtende Ideologie zu desavouieren.
36 Seiten, Aufsatz (PDF-Dokument)
engl.-sprachig
Analyse, Politik, Militär / Terrorismus, Irak
Emil M. Cioran: Über das reaktionäre Denken. Zwei Essays
(Ü: François Bondy)
beg, bee: 09.03.2009, 18.03.2009
Joseph de Maistre
Valéry und seine Idole
in:
E.M. Cioran: Werke
Suhrkamp Quarto
Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 2008
S. 1833-1902
2085 Seiten, Broschur
dt.-sprachig
Philosophie, Aufklärung, Rumänien, Frankreich
Thomas Hammarberg: Human Rights in Europe: No Ground for Complacency
Viewpoints by the Council of Europe Commissioner for Human Rights
Council of Europe, Strasbourg 2008
beg, bee: 10.03.2009, 13.03.2009
Streitbar ist Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarats, entschieden tritt er für Grundsätze und Überzeugungen ein, wie das europäische System der Menschenrechte fortentwickelt werden soll, und benennt, was noch im Argen liegt und Beachtung verdient. Obschon in den nunmehr 47 Mitgliedsländern viel erreicht ist mit der anno 1953 in Kraft getretenen Europäischen Menschenrechtskonvention und der Einsetzung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, gibt es nach Ansicht Hammarbergs keinen Grund, nachzulassen im Kampf für die Menschenrechte. So führt er zurecht die fortdauernde, quasi-systematische Benachteiligung der Roma in Europa als “shameful history of repression and violent atrocities” (S. 129) und “an embarrassing failure” (S. 8) an, geißelt die Rechtsvergessenheit im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, in dessen Rahmen an unzählige bürgerliche Freiheitsrechte gerührt wird, und weist beharrlich auf die noch immer weitverbreitete Mißhandlung von Frauen und Kindern hin (s. zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland z.B. [Tabelle 2004][Studie 2008]):
“The problem is deep and serious. As part of their daily lives, children across Europe and the world continue to be spanked, slapped, hit, smacked, shaken, kicked, pinched, punched, caned, flogged, belted, beaten and battered in the name of ‘discipline’, mainly by adults whom they depend upon.” (S. 107)
An der Publikation besticht die entschiedene Haltung Hammarbergs und sein unzweideutiges Bekenntnis zu den Menschenrechten, Auffassungen, die er präzise und prägnant formuliert. Hierbei muß man ihm nicht notwendig beipflichten - die Position des Schweden zu Fragen der Sicherungsverwahrung und lebenslänglichen Freiheitsstrafen mutet naiv an, ebenso seine Vorschläge zur partizipativen Einbindung von Kindern ins politische System, seine Kritik an der Abschiebungspraxis “irregulärer Migranten” stellt staatliche Souveränitätsaspekte unbotmäßig hinter Menschenrechtsüberlegungen zurück -, aber die Reibungspunkte erlauben und stoßen eine notwendige Diskussion an, in der sich der Leser Rechenschaft geben kann über die ihm im Alltag so selbstverständlichen Freiheiten und Rechte. Eine zuweilen bewußt einseitig humanitäre Argumentation beflügelt die Idee der Menschenrechte in der Auseinandersetzung mit legalen, kulturell und ökonomisch motivierten Prinzipien.
Der Band versammelt Aufsätze, die Hammarberg zwischen April 2007 und März 2008 im Laufe seines zweiten Amtsjahrs als Kommissar für Menschenrechte verfaßt und alle zwei Wochen als Standpunkte (”Viewpoints”) ins Internet eingestellt hat. Er verleiht den Menschenrechten eine wichtige, trotz ihrer Besonnenheit klar und deutlich vernehmbare Stimme und stellt sie dorthin, wohin sie gehören: in den öffentlichen Diskurs. Unter dem Menüpunkt “Viewpoints” sind auf seiner Seite weitere Aufsätze des streitbaren Europarat-Menschenrechtskommissars zu finden.
“A united European voice is all the more important now that the United States have lost their moral authority as a result of their human rights violations in the so called ‘war on terror’. I have been disappointed by the lack of a clear European governmental position on these violations. [...] The near silence of Europe on these issues is embarrassing and undermines our credibility in other parts of the world.” (S. 9)
134 Seiten, Taschenbuch
engl.-sprachig
Menschenrechte, Diskriminierung, Europarat, Europa