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54stories: Klingen

Dezember 21st, 2014 — 4:09am

Soho Grand 1201: Birds in the Mirror Freunde haben einen von der Zeit und dem ARD-Morgenmagazin hochgelobten literarischen Adventskalender ersonnen und ins Netz gestellt, und ich darf mittlerweile auch ein Kalenderblatt mein eigen nennen (Nr. XX), bin somit nicht ganz unvoreingenommen.

Die Lektüre von Kurzprosa und einzelnen Gedichten junger deutschsprachiger, in aller Regel veröffentlichter Autoren sei dennoch ans Herz gelegt; Kann denn auch ein Adventsmorgen schöner beginnen, als Fabuliertes im Sonnenschein im rechten Licht zu besehen und ein ums andere Mal der literarischen Verführung, Eskapade, dem Eskapismus nachzugeben?

54stories.de wird auch über den Heiligabend hinaus Stimmen sammeln; zunächst aber sei es ein frohes Fest der Literatur zum Hohen Fest.

Ich bin mit einem sprachlich nicht ganz der Berliner / Leipziger / Hildesheimer Schule verschriebenen Text vertreten; an die Stelle von Parataxe und Plot tritt… nun ja: Der Leser urteile selbst. Es ist eine mir in die Jahre geratene Stimme, nicht ganz so bemessen wie heutigentags, die 2005 zu Papier gebracht jetzt neu erwacht. Ein Erinnern und Ruf.

Text: Klingen, die sich kreuzen… (PDF-Dokument)

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Schwarmbilder

Juli 18th, 2014 — 12:53pm

Der Begriff des Schwärmens versammelt in sich so Gegensätzliches wie militärischen Drill und das Erratische des Insektenflugs, die doppelte Bewegung von Individuum und Vielzahl respektive Kollektiv, das Schlingern mikroskopisch kleiner Elektronen in der Atomphysik (wiewohl Abstraktion) wie auch – in kosmischer Dimension – nach Georg Heym “das dunkle Volk der flatternden Plejaden” und andere offene Sternenhaufen, verstanden als Materie in Raum in Bewegung. Schon im Buch Hiob heißt es: “Kannst du die Bande des Siebengestirns zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen? [...] Weißt du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?”

Plantes au lait 1 (Mai 2014) Etymologisch eng verwandt ist dem Schwarm das Schwirren, lautmalerisch: Sirren, worunter sowohl Flügelschlag als auch das helle Summen der Mücke fallen, beides tönende Bewegung im Hin und Her; ebenso: das statische Rauschen des Fernsehsignals zur Mitternacht wie auch der tonlose Tanz von vom Wind verwirbelten, aufgestobenen Schneeflocken, dies “weiße, wirbelnde Nichts”, das den Hans Castorp mit “hexagonaler Regelmäßigkeit” herumirren läßt und zaubrisch zuzudecken droht: Weh und wehe! Inmitten des Schneetreibens nimmt die Schwärmerei totalitäre Züge an, bringt den jungen Protagonisten an seine Grenzen.

Denn auch das flackernde Irrlichtern individueller Zuneigung, die Begeisterung und Tollheit, fiebrige Verzückung und hellichte Entzündung des Phantasten tragen alle das Schwärmerische in sich, das Grenzgängerisch-Flanierende, den Drahtseilakt, sei es in der schwärmerischen Ekstase der Liebe, die das Gegenüber sehnsüchtig überzeichnet und erhebt, sei es in religiöser Erinnerlichkeit und Raserei, die den einzelnen Schwärmer teilhaftig werden läßt am gemeinschaftlichen Bekenntnis, rauschhaft aufgehen in Körper und Lobpreis der Gemeinde: Apotheose (Metamorphose) anstelle methodologischen (ideologischen?) Individualismus. In der Schwärmerei artikuliert sich sowohl Besinnungslosigkeit als auch sinnlich-korporaler Akt: je die vereinzelte menschliche Conditio transzendierende Bewegungen.

Wie George Steiner aufweist, ist unser Denken, dieser “Kern unserer Einzigartigkeit, [das] innerste, privateste, verschlossenste Besitztum”, das wir eignen – unsere Wesensbestimmung schlechthin – paradoxerweise zugleich “milliardenfacher Gemeinplatz”, eine Chiffre menschlicher Existenz, derer Begriffe und Erfahrungen wir intimst-universell miteinander teilen. Dabei sind unsere “Denkprozesse [...] in überwältigendem Maße diffus, ziellos, zerstreut, versprengt und unbeobachtet. Sie sind, im wahrsten Sinne des Wortes, ‘überall’, was in Wendungen wie ‘kopflos sein’, ‘den Kopf verlieren’ seinen Ausdruck findet.” Sind wir in Form und Gehalt also nur ineinander vermengtes schwärmerisches Moment?

Entsprechende Überlegungen leiten technologische Visionen, soziologische Konstrukte, Dys- und Utopien. Schwarmintelligenz als individuelle Geworfenheit und Kontingenz ablösende Zweckbestimmung menschlicher Erfahrung: durch Steuerung und Ordnung (altgr. táxis) gelenkte Kohärenz. Diesem positivistischen Erbe gehorcht auch das Credo der Komplexitätsreduzierung durch Arbeitsteiligkeit, Fortschritt von Wissenschaft und Gesellschaft durch kumulative (endliche) Beiträge, die Überwindung des horror vacui durch ein Postulat des Postindividuellen: Synthese und Einfriedung bergen das Grundrauschen ein; mit Michel Serres gesprochen, vervielfältigt sich das System hin auf einen “Binnenraum, [der] homogen, isotrop, [frei davon]” ist. (Wird doch dem Schwärmerischen stets ein Pathologisches, zu Zivilisierendes, Domestizierendes beigedacht.) Der Schwarm, als Organon, schließt die Unordnung ein – und damit aus.

Plantes au lait 2 (Mai 2014) Die Metapher des Schwarms vereint so das Ausschwärmen einer militärischen Einheit in zielgerichteter Weise wie auch Phänomene der Interferenz von Information und physikalischer Energie; sie evoziert den Bienenschwarm (Vogelschwarm) als potentiell bedrohliche Angriffsformation in seiner Wechselbalgigkeit, den in der Jagd von der Meute zerrissenen Akteion und molekulare Nanotechnologie, ambivalenter, als Art chic oder auch apokalyptisches Grey-goo-Szenario; den Fischschwarm in seiner ökonomischen Verwertungslogik sowie als Metonymie menschlichen Raubfischkapitalismus’: Ihnen allen eignet eine die je unmittelbare Asymmetrie und Dynamik gestaltende begriffliche Fixierung auf den Schwarm als menschliche Grunderfahrung.

Franziska Beilfuss‘ Bilder greifen die Topologie des Schwarms prima facie über ihre räumliche Gestaltung auf, über ihr Wechselspiel aus Licht und Schatten, Farbe und Monochromatik, und eröffnen über spielerisch-modularisierbare Collagen aus Teilelementen, nicht unähnlich Permutationen in der mathematischen Kombinatorik, einen assoziativen Raum, der im Wind tänzelnde Blattreigen ebenso aufruft wie informationstechnologische Dual-Bit-Logiken, wie sie dem modernen Individuum, bewußt, vorbewußt, unbewußt, alltäglich unterliegen. Schwärme folgen Bewegungen von Anmut und strenger Gesetzlichkeit; – und nicht zuletzt hierin findet sich der Mensch als Mensch auch wieder.

Franziska Beilfuss: Schwarmbilder
Ausstellung im Rahmen des UdK-Rundgangs
Hardenbergstr. 33, Universität der Künste, Berlin
17.-20. Juli 2014

Ausstellungsbeitext (PDF)

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Roaring Twenties

November 10th, 2013 — 10:04am

Siste gang jeg gikk til søndagskonserten ble jeg sammen med ei norsk studentkollegaen. Hun visste ikke akkurat hva som vi skulle gjøre og høre på, men allikevel bestemte hun seg å komme med da jeg foreslo å møtes sammen ved Clärchens Ballhaus som er en velkjent og gammel dansklubb i Berlin. Det fins den såkalte speilsalen der, og hver søndag spiller der klassiske eller jazz-grupper i en hyggelig og litt gammelmodig omgivelse.

Det er som om man reiser tilbake til 20-årene, tiden da Berlin var senteret til det Europeiske bohème-miljøet med mange kunstnere og frigjestere i byen, en tid fylt av eventyr, eksess og dekadens ved siden av hverdagskultur og -arbeid. Samfunnet i dag er nesten som kosmopolitisk som i de Roaring Twenties, og uten tvil er det hedonistisk og hemmelighetsfylt på samme måten. En gjenlyd til lyst sinn, dansen rundt gullkalven, Josephine Baker som gjenganger.

Vanligvis fins det et piano midt i salen, men denne gangen ble det tatt bort fordi det spilte en fiolinkvartet og slik var det ikke nyttig. Musikerne ble alle fire hentet fra de Berliner Filharmonikerne, og det var åpenbart da de begynte å lage musikk fordi opptrinnet var nesten uten feil. Kollegaen min og jeg, vi drakk et glass rødvin hvert, og lyttet til visene. Omkring oss begeistring, glede allesteds, og programmet gav mye grunn for å bli entusiastisk.

Det begynte med Telemann i det 17-tallet, litt barokk og schwülstig, og ble fortsatt til vår tid med et utvalg av stykker fra flere polske komponister. Melodier og danser, en svak fornemmelsen ved det, bak det uro, mørket som reiste seg ett tiår senere, men først synger de om jomfruelig moro og nærværet i all dets enkelhet. Folkeviser motsatt de oppgryende skyggene, livslyst. Elskov som en sløset dans, hver natt en ilddåp før den siste brannen.

Den store glemselen, ødeleggelsen til sivilisasjon, bare et fåtall år senere. Jo visst, i natt påkaller blomstringstiden før, fiolinene kaster kyss inn i salen, lysene blinker mer levende og lysere, og tilskuerne brister ut i latter imot hverdagens hvisking. Det var flott! Konserten avsluttet med utdrag av Mozarts Tryllefløyte og karnevalen til Charles Dancla: une fantaisie brillante, leichtfüßig, lettsindig, svimlende. Et sansebedrag. Og deretter en marsj.

[Arkiv: Opprinnelig publisert på 24.01.2013.]

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Nach dem Einsatz

August 11th, 2013 — 5:06am

Vor dem Geländer der Haltestelle, ein wenig abseits von den übrigen Fahrgästen, ein junger Mann, Anfang zwanzig, breitschultrig, ein wenig gedrungen, mit müdem Blick. Ich folge den Gleisen, lasse den Einkaufsbeutel rechter Hand schlenkern, die Trageriemen überkreuz über den Handrücken geführt, Fix- und Wiegepunkt. Frischer Blattsalat, der im Rhythmus der Schritte auf und ab wippt, Brot und Schinken, Feinkost für den sonntäglichen Brunch; ich trete auf die Halteinsel und gehe voran bis zur Stahlstrebe mit der elektronische Anzeigetafel, darauf aufgeführt: die nächsten beiden Fahrten, die M4 heimwärts, noch vier Minuten Zeit.

Die M5 Richtung Zingster Straße gleitet aus dem Halteport, taucht nach links ein unter den S-Bahnbogen, schwindet aus dem Sichtfeld. Mein Blick streift nach rechts, en passant, ich mustere ihn flüchtig. Trittfeste Stiefel, festgeschnürt, eine Hose in 3-Farb-Tarndruck, sandfarben, Wüstentarn, ein beiges T-Shirt als Teil des Feldanzugs, auf dem Rücken ein wuchtiger, camouflierter Armeerucksack, Flecktarn, schwer. An dieser Station kommen die Straßenbahnen erst am vorderen Ende der Bucht zum Stillstand, beim Wartehäuschen, ein schmuckloser Glasunterstand mit Sitzbank, Werbeträger, bebildert, davor eine Menschentraube. Das übliche, unbekümmerte Gewusel aus Erledigungen, Stadtbummel, Nachtschwärmern, die nach langer Tour der Schlaf ins heimische Bett treibt, ein früher Samstagnachmittag.

Die Haare sind ordentlich, kurz, schmutzigblond, Ohren und Nacken frei, eine Andeutung von Scheitel. Das Gesicht kantig, glatt rasiert, ein wenig derb; Brust und Kinn sind vorgeschoben, der Rücken durchgestreckt; die Augen niedergeschlagen. Wer am rückwärtigen Ende der Haltestelle wartet, der muß, wenn die Bahn einfährt und die Türen sich öffnen, aufschließen bis hin zum letzten Einstieg, anstehen, erneut warten. Limbus, Kunduz. Auf den Hemdsärmeln die deutschen Farben, das grüne Abzeichen vom ISAF-Einsatz in Afghanistan auf der Brust, Komak aw Hamkāri. Er tut einige unschlüssige Schritte vor und zurück, vielleicht sind die Beine ihm schwer.

Ich halte inne, besinne mich, kehre um und sage: Willkommen zurück. Wir nicken einander zu, seine Stimme klingt müde in dem hellen Einkaufssonnenschein, leise, Berlin-Mitte im Spätsommer 2013. Noch zwei Minuten ist die M4 fern, ich laufe wieder vor. Hintergrundgeplauder, links, rechts, ein einziges Sirren, Limbo; die Kleiderordnung hat sich im Gefolge der Temperaturen der letzten Wochen bis ins Zwanglose gelockert, die Menschen kreisen um sich und in sich, er bleibt für sich. Als die M4 einfährt, kommt er auf mich zu und sagt fast ins Unbestimmte: Danke. Ich sei einer der wenigen, die ihn willkommen heißen.

Ich steige ein und denke nur, auf dem Heimweg:
Sollte nicht ich, sollten nicht wir dankbar sein in diesem unserem Land?

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Au jour de hui

April 8th, 2013 — 7:29am

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Zu vemoody heute. (Wankelmut)
For veymütig i dag. (wistful)
Too wehmodig today. (oh dear)
Woeful, I might add.
(erneut)

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Mødre

März 4th, 2013 — 3:52am

Hun ble født kort tid før tiden endret seg for all tid da den gamle verden forsvant sammen med samfunn og sedvaner, skikk og bruk, og da samtidig tre keiserdømmer med ett sank ned i historias minne og kartene ble tegnet på nytt ifølge et tragisk terningspill, og hun vokste opp trygt og godt midt i gyldne åkrer og marker og bondeliv og dugnad og da hestevogn ble skiftet til bil hva som markerte det knitrende oppbruddet til modernismen. Hennes ektemann falt på østfronten under andre verdenskrig, hun flyktet og forlot fedrelandet, die Heimat, sammen med de to guttene sine, faren min og onkelen, tok avskjed fra hjemstedet sitt. Hun var ikke en gang 32 år gammel, og livet hennes hadde forandret rubb og stubb for andre gang. På samme måten som verden hadde sunket i grus.

Hvem som elskerVed fylte 19 år bestemte hun seg til å flytte til et annet land og et fremmed språk og tok alt sitt mot til seg og håp og tro, og sånn fant mora mi seg comme au pair ved vertsfamilien som gav henne kost og losji, og for det meste arbeid, idet hun drog omsorg for barna deres og fungerte som hushjelp. Det var allerede en internasjonal by, denne merkelige hovedstaden midt i Europa, på slutten av 1960-tallet, og samtidig et øy helt isolert i språk og bruk fra området, en konflikt sånn nærværende som gammel, med øyne som fremdeles i dag ulmer av hat og skinnsyke, og hennes morsmål ble ikke tatt for gitt som i dag, fremfor alt på torgene til Ixelles der man er i handelen med ulike varer og fremmedartet eim og lukt og bitende krydder og mange koloniale folk. Hjemme fantes det den diversehandelen og nærbutikken til familien.

Vi kom til huset sent på kvelden, ble ønsket velkommen, og neste dag satt vi oss ned rundt bordet og lo og drakk og spiste mat mens vi fortalte om turen vår langs vestkysten, øygruppa ved munningen av Atlanterhavet der vi fikk anelse om historia og ble solbrente og skulte høyt over dens fjell og innhegninger som består av stein og sekler fylt med fattigdom og besvær, Oransjeordenens marsj tvers gjennom bysentret til Nordens hovedstad. Så stor en familie, onkel, tante, sine seks barn, i tillegg barnebarna. Hennes første barn ble født med sykdom, hun var 34 år, hun hadde vært som ei søster til meg da jeg var ung, og der gav hun spedbarnet til meg for å holde og bære ham, et så lite liv, en lettvekt som veide nesten ikke noe, finlemmet med det største smilet en kan tenke seg. Hvordan kan noen så liten vise seg så tungtveiende?

Alle tre sitter de nå ved spisebordet; hun fredsom og fri av det strenge regimentet av mora, oldemora mi, dattera av en gammel tidsalder, dannet ved den Höhere Töchterschule i et land langt borte, hun knust av sorg og sykdom med et blikk over brilleglasset, hun ser ikke inn i glasset for å se etter framtiden men drømmer en drøm, minnes dem, et streiftog i et liv sæl av lykke, og hun den siste som oppdrar tre barn med ikke noe bekymret hjerte men fast håp: De forteller enhver om ætt og herkomst, en fortelling, narrativ, som vi aldri blir lei av, mødrenes liv.

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Là-bas

Januar 20th, 2013 — 5:16am

Six morceaux de sucre, dispersés à côté du lit, jetés comme les dés; d’une nuance feuille-morte-citrouille, la douceur se trouve en route pour le repos, le sommeil, je dansote sur la pointe de pieds pour ne m’y enliser pas, aux pieds légers je me glisse à travers le champs de faux pas sans succomber à la tentation caramelisée, je résiste et ne perds pas pied, je me lance sur le lit et m’étends de tout mon long et cœur sur le matelas fidèle, m’enfonce dans le support malléable; il me plaît sub rosa, le miel m’inclut et me garde et me berce. L’ambre, miel de fortune, il me nourrit comme un agent dormant.

Là-bas je me trouve jeté par terre, terrassé par eux sans noms, sur un sol battu, goudronné, il s’en faut seulement les plumes pour compléter le supplice, je suis fini à moitié. Tout proche de moi il y a des lunettes anaglyphiques, rouge-cyan, collées au bitume, presque amalgamées et consumées malgré le temps qui n’apporte rien que la neige humide et autres formes de précipitation, toutes misérables, toutes lourdes quand la nuit tombe. C’est une cameradie par la vexation, contre la fureur à tous crins qui nous drape et nous donne désormais un souvenir du temps inamical, des coups de pied et la tache de sang, des écorchures et une déchirure superficielle. Je me trouve privé de ma fierté, il faut se recouvrir, se lécher les doigts contre cela, les circonstances contraignantes et désagréables.

Le dos martelé, abaissé, ils y dansent. Il est commode d’entretenir un rapport avec un compagnon d’infortune et de se batifoler en commun. Par un dépôt ambrifère on peut se préserver, ajouter foi aux promesses d’enfance, se reculer du feu, fer, bitume; les couleurs versées devant la porte d’école de l’Époque de Fondateurs, derrière l’église du Moyen Âge, parmi les factions contemporaines. Mis bout à bout, où sont les différences entre le gris pierre de l’institut de l’éducation et le son de sable de l’institution religieuse, tous les deux des maisons respectives d’un Dieu fâché et rigide, et la couleur jaune-brun foncée de la sécrétion par des conifères dont ils parlent si beaucoup?

Par une feuille cramoisie qui atteste de l’automne quand le ciel a pleuré des larmes de joie, un baiser d’oiseau, le revêtement du trottoir apparait ensoleillé et vif, presque souple pour pouvoir dormir. Il faut se tient en garde pour la beauté, la conquérir dans la vie, car elle n’y laisse simplement. L’oléorésine se durcit de même façon par vieillissement comme le jeune coude à coude avec le sucre.

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Utenfor

Januar 15th, 2013 — 4:44pm

Utenfor byen er natta. Bakgårdens ytterlinjer defineres av dårlig lys, glimrende skygger som skjærer snøteppet som har lagt seg her om dagen på gresset bortenfor steinmuren som innhegner tomten vår, på gangstien til plassen med søppelcontainere på venstre hånd, på sandkassa til høyre for dem, på takene av de til- og motstående husene som ble hvitnet av svakt snødrev. Bakgården er tett omsluttet på begge sider, bare halvåpen bakut ovenfor muren, der finnes ei rekke boligblokker; den er ikke noe annet enn et svart åndedrett, tungt og helt fartsfylt.

Noe dveler ubevegelig der nede, schemenhaft og truende, nedenfor balkongen på fjerde etasje der jeg er. Lyset skinner inn gjennom vinduet, dets rute filtrerer natta, men et kjøligt vindpust lurer seg inn allikevel, smigrer omkring rommet, streifer gardinstoffet, dyna, føttene mine, kysser meg med smale lepper. Jeg ligger her i sengen og prøver å sove, jeg la meg tidlig, lenge før midnattstid, fåfengt. Jeg har sett ditt ansikt for ofte. Vinteren hvitner natta.

I kveld da jeg kom tilbake, møtte jeg naboen min ved døra på huset. Han flytter øyensynlig, var i ferd med å frakte gods til bilen sin; døra ble holdt åpen gjennom flyttekartongene hans, øverst oppe det fants leketøy til et barn. Vi har aldri snakket før. Et barn på min etasje, skulle jeg ikke ha lagt merke til det? Er det mulig? Han er omtrent 40 år gammel, slank, tynn i håret, heller typus ansatt enn noen som arbeider fysisk med hendene og kroppen; vel behagelig med et flyktig blikk gjennom brilleglasset, rutene som vern, ingen fare. Typus tøffelhelt. Trenger du noe hjelp? spør jeg. Nei, nei, alt er greit, svarer han på tilbudet mitt. Og det var det med vår første samtale, og med mine mellommenneskelige relasjoner i dag.

Enhver situasjon har sitt eget språk. Har denne fargeløs mann har hatt del i livet mitt? I min utukt? To dører og maks tre meter oppgang, litt mer enn en trappeavsats, det er ikke virkelig nok avstand for grense opp ulike liv. Og dog var det for den første gang at jeg så gjennom den motstående døra inn i det nærliggende hjemmeriket der da jeg styret i retning av min leilighet; jeg tok ikke mer enn en titt på møblene i entréen, en hvit benk, en kommode, det mørke mønsteret til tregulvet, den åpne døra til badet ved enden av korridoren som virket som en tvilling av mitt, et hvit flislagt lyst rom uten vinduer.

Alle andre dører, til høyre, til venstre, lukkede. Jeg pleide å elske vinternetter, ventet lengselsfull på det klokkeklare frembruddet, yndet deres tillokkende prakt, et løfte i all sin glans av egalisering, snøflakenes dans. Ikke lenger. Natta er uinnskrenket utenfor.

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Før

Januar 11th, 2013 — 1:49am

Denne natten hadde det nye året nettopp akkurat begynt. Få timer før hadde det gamle avsluttet med en fin film, femtitallets historia om narkotika, presse og en tid fylt av politiske omveltninger, fare og ferd og da en femme fatale var enda ei kvinne, forførende som en tropisk syklon og herjende som bare et blikk som varer tro og lov; vi så den sammen og drakk og snakket litt.

Filmen var mediokre som jeg liker å si, selv om den varte opp med et godt slags humør og selvironi og ikke sparte opp med blunking med øynene og skamløse, skrullete karakterer. De mørke skyggene under øynene fordypet mens vi drakk, den brune whiskeyen brant søttsmakelig på leppene og tunga og djupere ennå, 28 år gammel Kentucky straight bourbon, stoffet som kun revolusjonærer drikker i gamle dagenes skuespill. Jeg latet meg på sofaen, han satt på hjørnet av sengen, fjernsynet flimret og dyppet rommet inn i flyktig blå, sjatteringer som fortalte om gamle mysterier og drap, fremmede tunger som smigrer kvinnene og utvelger de i stand til å føde, bæredyktige motiver; nefarious plots som jeg liker å si når jeg klarer å gjennomskue garnene mediene innfløkter virkeligheten i.

Øyene med palmevekst og brennevin smuggling og et fyrstikk nær til lunten, boksekamper, ulovlige veddemål på hanekamper, erobring og betvingelse, plutselige værforandringer og væte, oljehinne på huden, blod på tann. Filmen varte lenger og lenger, tålmodigheten min svant, liksom innholdet til et krystallglass eller to, to deler Sambuca, tre mangojus, blandet med en liten sprut av pepper, perfeksjon, etter min egen oppskrift; Hasardeurene, sa jeg, til sist lot være til å stifte brann til himmelen. Det nye riket eller året ble velkommen med mye blod på gatene, separerte fingrer, glassbiter og regnbyger. Deriblant utåndet byen spredte tenner og enkelte hjerter, fast håp og tomme løfter.

Vi lyttet til musikk før vi la i vei til klubben, jentepop som jeg hadde tatt med, julegaver til foreldrene mine; mens han gjorde seg klar, kåret jeg Ultima Underworld II, det hadde et fortreffelig score som tidlig videospill som kom ut i 1993. Tjue år senere er dets musikk fremdeles kjempeflott og stemningsskapende; vi forlot leiligheten kl. 4. Natten kom til å begynne, året også, stjernene blinket optimistisk, vi ventet ikke lenger, og iblant siden da lurer jeg på at det har ikke vært endå mer enn ti dager siden den gang, og de ble alle utfylt så raskt.

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Gottes Wege sind unergründlich

Dezember 28th, 2012 — 9:08am

Ich las heute nacht also ein erquickliches Stück Joshua Foers über John Quijada und Ithkuil, dessen konstruierte A-priori-Sprache mit Augenmerk auf formallogisch-kognitive Aspekte, Nonredundanz und semantische Vollständigkeit, und wie dies konzeptionelle linguistische Projekt unversehens durch politische Extremisten (eines neuen, aggressiven Panslawismus) in einer ehemaligen Sowjetrepublik zum Neusprech ap­pro­p­ri­ie­rt wird.

Dei viae arcanae sunt

Dei viae arcanae sunt

Und just eine Stunde darauf stolpere ich über Laetitia B., welche ich zuletzt im Dezember meines ersten Jahrs in Berlin traf bei den Worldtronics im Haus der Kulturen der Welt, und welche nun ein Praktikum bei Foers Atlas Obscura in Brooklyn, N.Y., absolviert und mir auf all die Jahre nicht aus dem Sinn ging, aber aus den Augen kam. Welch unwahrscheinlicher Zusammenfall!

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