{"id":1686,"date":"2012-03-03T01:51:26","date_gmt":"2012-03-02T23:51:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/?p=1686"},"modified":"2012-03-03T01:54:07","modified_gmt":"2012-03-02T23:54:07","slug":"sprachkultivation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/sprachkultivation-1686.html","title":{"rendered":"Sprachkultivation"},"content":{"rendered":"<p>Aber gerade die uncultivirtesten Sprachen sind die reichsten an Metaphern. Je weniger sie auf unsichtbare und intellectuelle Gegenst\u00e4nde angewandt worden sind: desto mehr Bilder mu\u00df der Redner zu H\u00fclfe nehmen, welcher \u00fcber solche seine Eindr\u00fccke und Begriffe mittheilen will. Mit dem Fortgange solcher Besch\u00e4ftigungen des Geistes, wird, durch die Wiederholung einer und derselben Vergleichung, die urspr\u00fcngliche Metapher nach und nach zum <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/eigentuemlich\">eigenth\u00fcmlichen<\/a> Ausdrucke; \u2013 und diejenige Nation mu\u00df schon lange gedacht und gedichtet, Moral und Metaphysik studirt haben, die \u00fcber National-Angelegenheiten, oder \u00fcber wissentschaftlich Gegenst\u00e4nde in einem trocknen, bilderlosen, und prosaischen Styl sich soll ausdr\u00fccken k\u00f6nnen. [&#8230;]<\/p>\n<p>[Die] Metaphern der Sprache werden gro\u00dfentheils in den Zeiten der Barbaren und der Unwissenheit gemacht: denn mit Vergleichungen f\u00e4ngt der menschliche Verstand an zu denken, und nur durch gefundne Metaphern f\u00e4ngt er an sich auszudr\u00fccken. \u2013 Die Epoche, wo Cultur der Wissenschaften und des Geschmacks anf\u00e4ngt, mu\u00df schon eine Sprache vorfinden, und kann in den Bestandtheilen und ersten Anlagen derselben wenig \u00e4ndern.<\/p>\n<p><em>(<a href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=q0lAAAAAcAAJ&#038;lpg=PP8&#038;ots=yrmD3hAVYu&#038;dq=Warum%20fielen%20dem%20K%C3%B6nige%20die%20Unschicklichkeiten%20der%20metaphorischen%20Redensarten%20in%20unserer%20Sprache%20st%C3%A4rker%20auf%3F&#038;pg=PA40#v=onepage&#038;q=Warum%20fielen%20dem%20K%C3%B6nige%20die%20Unschicklichkeiten%20der%20metaphorischen%20Redensarten%20in%20unserer%20Sprache%20st%C3%A4rker%20auf?&#038;f=false\">V, 7<\/a>: Fehlt es unserer Sprache, wie der K\u00f6nig meint, an metaphorischen Ausdr\u00fccken? Metaphern der Sprache und Metaphern der Rede. Warum fielen dem K\u00f6nige die Unschicklichkeiten der metaphorischen Redensarten in unserer Sprache st\u00e4rker auf? \u00dcber den Satz, da\u00df, bey den meisten Nationen, die Dichter zuerst die rohe Sprache ausgebildet haben., S. 40-41, 43)<\/p>\n<p>ex:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.europeana.eu\/portal\/search.html?query=garve+fragmente\">Christian Garve<\/a>: Fragmente zur Schilderung des Geistes, des Charakters, und der Regierung Friederichs des zweyten<br \/>\nZweyter Theil<br \/>\n<a href=\"http:\/\/thesaurus.cerl.org\/record\/cni00035259\">Wilhelm Gottlieb Korn<\/a>, Breslau 1798<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aber gerade die uncultivirtesten Sprachen sind die reichsten an Metaphern. Je weniger sie auf unsichtbare und intellectuelle Gegenst\u00e4nde angewandt worden sind: desto mehr Bilder mu\u00df der Redner zu H\u00fclfe nehmen, welcher \u00fcber solche seine Eindr\u00fccke und Begriffe mittheilen will. Mit dem Fortgange solcher Besch\u00e4ftigungen des Geistes, wird, durch die Wiederholung einer und derselben Vergleichung, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[26,23,24],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1686"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1686"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1686\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1688,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1686\/revisions\/1688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}