{"id":314,"date":"2009-01-05T00:58:30","date_gmt":"2009-01-04T22:58:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/?p=314"},"modified":"2009-01-05T01:19:02","modified_gmt":"2009-01-04T23:19:02","slug":"mmviiixvi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/mmviiixvi-314.html","title":{"rendered":"mmviii.xvi"},"content":{"rendered":"<p><em>Georges Perec: W oder die Erinnerung an die Kindheit<br \/>\nVerlag Volk und Welt, Berlin 1978<\/em><br \/>\nbeg, bee: 13.12.2008, 03.01.2009<\/p>\n<p>Erstausgabe<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei\u00df nicht, ob ich nichts zu sagen habe; ich wei\u00df nicht, ob, was ich etwa zu sagen h\u00e4tte, nicht gesagt wird, weil es unsagbar ist (das Unsagbare verbirgt sich nicht im Geschriebenen, es ist vielmehr jenes Etwas, was lange zuvor zu seinem Entstehen gef\u00fchrt hat); ich wei\u00df, da\u00df meine Aussage leer, neutral ist, sie ist ein endg\u00fcltiges Zeichen einer endg\u00fcltigen Vernichtung.<br \/>\nDas eben ist es, was ich sage, was ich schreibe, und das allein findet sich in den Worten, die ich setze, in den von diesen Worten gebildeten Zeilen, in den leeren R\u00e4umen zwischen den Zeilen&#8230;<br \/>\nIch schreibe nicht, um auszusagen, da\u00df ich nichts sagen werde, ich schreibe nicht, um darzutun, da\u00df ich nichts zu sagen habe. Darum schreibe ich: weil wir miteinander gelebt haben, weil ich einer von ihnen war, ein Schatten inmitten ihrer Schatten, ein K\u00f6rper nahe ihren K\u00f6rpern; ich schreibe, weil sie mir ihre unausl\u00f6schliche Spur hinterlassen haben, die in dem von mir Geschriebenen zutage tritt: Die Erinnerung an sie l\u00e4\u00dft sich nicht schriftlich erfassen; wenn ich schreibe, so geschieht es, um ihres Todes zu gedenken und um zu bekr\u00e4ftigen, da\u00df ich lebe.&#8220; (S. 51f.)<\/p>\n<p>191 Seiten, Taschenbuch<br \/>\ndt.-sprachig (\u00dc: Thorgerd Sch\u00fccker)<br \/>\nErz\u00e4hlung, Autobiographie, Frankreich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georges Perec: W oder die Erinnerung an die Kindheit Verlag Volk und Welt, Berlin 1978 beg, bee: 13.12.2008, 03.01.2009 Erstausgabe &#8222;Ich wei\u00df nicht, ob ich nichts zu sagen habe; ich wei\u00df nicht, ob, was ich etwa zu sagen h\u00e4tte, nicht gesagt wird, weil es unsagbar ist (das Unsagbare verbirgt sich nicht im Geschriebenen, es ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[18,25,15],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":321,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314\/revisions\/321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}