{"id":42,"date":"2008-10-11T05:03:55","date_gmt":"2008-10-11T03:03:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.quisquilia.net\/?p=42"},"modified":"2008-10-11T05:59:30","modified_gmt":"2008-10-11T03:59:30","slug":"mmviiiiii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.quisquilia.net\/nova_blog\/wordpress\/mmviiiiii-42.html","title":{"rendered":"mmviii.iii"},"content":{"rendered":"<p><em>Ebba D. Drolshagen: Gebrauchsanweisung f\u00fcr Norwegen<br \/>\nPiper Verlag, M\u00fcnchen 2007<br \/>\n3. Auflage 2008<\/em><br \/>\nbeg, bee: 10.07.2008, 21.07.2008<\/p>\n<p>Von leichter Hand verfa\u00dft, pr\u00e4sentiert die Deutsch-Norwegerin Ebba D. Drolshagen in der Piper-Reihe <em><a href=\"http:\/\/www.piper-verlag.de\/gebrauch\/buchaz.php?sort=buch&#038;auswahl=G\">Gebrauchsanweisung f\u00fcr\u2026<\/a><\/em> hier eine Sammlung von Miniaturen \u00fcber unseren n\u00f6rdlichen Nachbar, gespickt mit trockenem Humor, scharfer Beobachtungsgabe und anekdotischer Evidenz. Dabei nimmt sie skurille wie liebensw\u00fcrdige Eigenheiten der Norweger ebenso aufs Korn wie deutsches Reiseprospekt-Fernweh, zeichnet die junge Geschichte des unabh\u00e4ngigen norwegischen Staates nach, rettet die traditionelle K\u00fcche aus der firmen Umklammerung von <em>smalahoved<\/em> und <em>Pizza <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Grandiosa\">Grandiosa<\/a><\/em> und sp\u00fcrt en passant der Sehnsucht des Sonntagsspazierg\u00e4ngers nach Leere und <em>hytta<\/em> nach. Charmant erz\u00e4hlt die Autorin vom norwegischen Spezifikum eines \u201croyalen Republikanismus\u201d (oder vice versa?) und von der Vernarrtheit junger emanzipierter Frauen in den traditionellen <em>bunad<\/em>, wobei das K\u00f6nigshaus als d\u00e4nisch-englisch-schwedischer Import unstrittig akzeptiert ist, w\u00e4hrend die Diskussion um die Eroberung des heimischen Trachtenmarktes mit seinen <a href=\"http:\/\/www.trolljenta.net\/kultur\/bunad\">400 regionalen Varianten<\/a> duch Fernostware noch andauert, wie Drolshagen k\u00f6stlich entflicht.<\/p>\n<p><em>Ei hyggelig bok<\/em><\/p>\n<p>Das Buch erweist sich auch in der Abhandlung dr\u00f6gerer Eigenheiten des Landes mit den 2 Schriftsprachen und gef\u00fchlten <a href=\"http:\/\/www.olavsrosa.no\/en\/redaksjonelt.aspx?id=146729\">7000 Dialekten<\/a> als unterhaltsame, informative und kurzweilige Lekt\u00fcre und verschweigt dabei weder den skandinavischen Hang zum <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Janteloven\">Jante-Korpsgeist<\/a> noch die Verwurzelung der Gesellschaft im Haugianismus &#8211; einer Art nordischem Calvinismus. Dar\u00fcber vergi\u00dft Drolshagen aber nicht, mit viel snillisme dem Leser rasch noch ein drollig verfa\u00dftes Lese-<em>matpakke<\/em> ums andere beizulegen. Bedauerlicherweise ist der Text in der zweiten Buchh\u00e4lfte ein wenig nachl\u00e4ssig redigiert worden, so da\u00df sich einige Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler eingeschlichen haben, und in einem mu\u00df der Autorin entschieden widersprochen werden: Wenn sie das Kapitel <em>Wie klingt ein Fjord?<\/em>, welches die deutsche Begeisterung f\u00fcr Norwegens springlebendige Jazz- und Musikkultur abmi\u00dft gegen die fjord- und winterversessenen Stereotypen in Kritik und Lob, abschlie\u00dft mit den Worten, sie sehne sich <em>\u201cnach einem anderen norwegischen Musikexport [\u2026], der ebenfalls ein Weltpublikum erreicht hat: Death Metal. Dreckig, laut, rotzig\u201d<\/em>, so irrt sie. Death Metal war ein Schwedenexport. Norwegen machte sich seinen Namen seit den fr\u00fchen 1990ern mit <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Black_Metal_Inner_Circle\">Black Metal<\/a>.<\/p>\n<p><em>Det er to forskjellige par sko.<\/em><\/p>\n<p>205 Seiten, Broschur<br \/>\ndt.-sprachig<br \/>\nReiseliteratur, L\u00e4nderportrait, Nordeuropa<\/p>\n<p><em>[Archiv: Urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht am 01.08.2008.]<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ebba D. Drolshagen: Gebrauchsanweisung f\u00fcr Norwegen Piper Verlag, M\u00fcnchen 2007 3. Auflage 2008 beg, bee: 10.07.2008, 21.07.2008 Von leichter Hand verfa\u00dft, pr\u00e4sentiert die Deutsch-Norwegerin Ebba D. Drolshagen in der Piper-Reihe Gebrauchsanweisung f\u00fcr\u2026 hier eine Sammlung von Miniaturen \u00fcber unseren n\u00f6rdlichen Nachbar, gespickt mit trockenem Humor, scharfer Beobachtungsgabe und anekdotischer Evidenz. 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