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Gottes Wege sind unergründlich

Dezember 28th, 2012 — 9:08am

Ich las heute nacht also ein erquickliches Stück Joshua Foers über John Quijada und Ithkuil, dessen konstruierte A-priori-Sprache mit Augenmerk auf formallogisch-kognitive Aspekte, Nonredundanz und semantische Vollständigkeit, und wie dies konzeptionelle linguistische Projekt unversehens durch politische Extremisten (eines neuen, aggressiven Panslawismus) in einer ehemaligen Sowjetrepublik zum Neusprech ap­pro­p­ri­ie­rt wird.

Dei viae arcanae sunt

Dei viae arcanae sunt

Und just eine Stunde darauf stolpere ich über Laetitia B., welche ich zuletzt im Dezember meines ersten Jahrs in Berlin traf bei den Worldtronics im Haus der Kulturen der Welt, und welche nun ein Praktikum bei Foers Atlas Obscura in Brooklyn, N.Y., absolviert und mir auf all die Jahre nicht aus dem Sinn ging, aber aus den Augen kam. Welch unwahrscheinlicher Zusammenfall!

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Schweizer Ausgrenzung

Dezember 11th, 2012 — 3:27am

Die Besinnung auf das Lokale ist Antwort des technik- und zivilisationsmüden Menschen auf die entgrenzte Neuzeit, ein Paradox wohl wahr, denn erst die medial und ökonomisch fortgeschrittene Entwicklungsgesellschaft, in ihrer Übersättigung an Reizen und Erfordernissen, ihren Kompromißformeln und Wohlstandslogiken, ihrer Anonymität und Schnellebigkeit, hat diese Sehnsucht nach ‘Heimat’ befördert und ermöglicht, erst aus der Inkommensurabilität der Moderne bemißt sich das imaginierte Konstrukt ‘Idyll der Altvorderen’.

Und doch schwingt die Ahnung mit, daß in der Aufnahme in die Gemeinschaft, in die Übersichtlichkeit vergangener Tage, immer auch schon die Ausgrenzung des Nichtübersichtlichen eingeschlossen ist, sei es das Fremde in der Ferne oder das Andere im Nahraum, jenes in der Nuance Abweichende und Nichtkonforme, dieses das Gemeine Herausfordernde und seiner Allgemeinheit Bloßlegende. Es ist die Störung, das Artefakt, welches die Harmonie aus dem Gleichgewicht bringt und bereinigt werden muß, sei es, daß es unter den Teppich gekehrt wird, sei es, daß es in Zwang und Drill gefügig gemacht und eingefügt wird, sei es, daß es den Katechismus und Konsens nicht gefährde durch Ausschluß und Verstummung.

Die Negation nimmt viele Formen und Formeln an, informelle Mechanismen wie Gerücht und Vorurteil, explizite wie Bannspruch und Pathologisierung, mit welcher nicht selten Institutionalisierung und Neutralisierung einhergehen. Das Unbekannte wird eliminiert und ausgesondert, ist aus den Augen, aus dem Sinn, womit die Gemeinschaft aufs Neue sich gestiftet findet.

Es ist diese Dialektik von Vereinnahmung und Ausgrenzung, die Hanna Fröhlichs Warum de Hansjokeb nid länger bis Kommidants het chönne blibe einen so tragikomischen Beiklang verleiht, ein Landschaftsportrait, das in seiner bitteren Note, altera facie, soviel Wahrheit enthält und diese auch für den der Moderne ennuierten Menschen bereithält, aller literarischen Mängel zu Trotz. In der Seligkeit ist immer auch ein Zwist.

Text: Hanna Fröhlichs Erzählung Warum de Hansjokeb nid länger bis Kommidants het chönne blibe in zweisprachiger Fassung einschließlich dt. Übertragung:
Warum de Hansjokeb nid länger… (88 kB) (PDF-Dokument)

Die Übersetzung wäre nicht möglich gewesen ohne folgende Wörterbücher und Nachschlagewerke:
Alemannisch Lexikon
Wörterbuch Berndeutsch
DRS 1: Mundartlexikon
Hablaa: The Ultimate Language Source
Hallo Schweiz: Kleines Spracharsenal
Lustenauer Mundartdatei (Zgst. v. Sieglinde Fitz-Grabher)
Schweizerisches Idiotikon

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Aporetische Monologe

November 30th, 2012 — 5:15am

Die Aporie (?p???a) beschreibt eine Ausweglosigkeit, Ratlosigkeit, eine Situation, die kein Auskommen und keine Auflösung anbietet, ein Verwirrnis und Abirren und generell, mit Heidegger gesprochen, die Holzwege, die beschritten werden müssen, um im Fortgang des Denkens ihre Unerquicklichkeit zu entbergen.

“The UN vote underscores that the world is run largely by thugs or, at best, people with limited moral vision. [...]“

Ich schätze den Dialog sehr, den Austausch an Erfahrungen und Meinungen, die Herausforderung und das Infragestellen eigener und fremder Perspektiven, das mäeutische (µa?e?t???) Streitgespräch, das im besten Sinne Erkenntnis hervorbringt und im schlechtesten Falle lustvolle Volte und Replik, das Kreisen um und Versenken ins Gespräch, worin Fährten gelegt werden und falsche Spuren gelesen, wo Paralogien (pa???????) und Subtexte Kleinode freilegen und den bis dato für unerschütterlich befundenen Erfahrungsschatz subtil, sublim verrücken.

“Disgraceful! We should cut all foreign aid to countries that voted for this and ask the United Nations to remove themselves from our country within 90 days. There is no excuse for our influence to be this low in the world and is a direct reflection on the lack of ability of the president of the United States. Not only is he a traitor to this country but incompetent as well. The reputation of our country could never be lower.”

Wie aber kann in dieser Zeit der partikulären Diskurse, der algorithmisch bestimmten und fein säuberlich abgetrennten parteilichen Sphären, jener prokrastinativen Oase der Selbstbespiegelung und iterierenden Selbstbestätigung, in der jedwede Doxa (d??a) sich zum großen Narrativ auswächst und Weltdeutung und -auslegung frei von Kontrapunkt und Konterkarré, geschweige denn der Kakophonie der Begegnung, affixiert, reifiziert und darüber das Singuläre in der Vielstimmigkeit der einen Wahrheit vergessen macht, wie kann hierin noch das Andere vermittelt und ertragen werden? Alterität gerinnt zusehends zur Alienität, potentialisierte Unübersetzbarkeit.

“The UN is a useless organization. It has accomplished nothing in my lifetime. No war has been stopped. No terrorism has been stopped. No human rights have been protected. The UN is simply a collection of useless ambassadors who predominantly come from radical extremist countries. The only thing the UN is good for is causing traffic jams in NYC and blatantly violating every law and regulation in NYC as well as giving a voice to terrorists and dictators. We would be better off without the institution.”

Was aber sind kommunikative Parallelismen, Kommentare ohne Transfer und Brückenschlag anderes als Amphoren anstelle von Metaphern (µetaf??a?), als Gefäße, die gleichermaßen einfassen und ausschließen, platonischer Dialogizität ermangeln, Idiosynkrasien und Idiolekt, Monolog und Monotonus, welche der Stimme gebrechen und in sich verkehrt bleiben, gekränkt, verkrümmt, egomanisch um sich kreisen und letztendlich – unauflöslich, stumm, aporetisch?

“So it means now that Palestine terrorists are now recognised and endorsed by the useless corrupt UN.”

(All quotes taken from reader comments on this New York Times article on the recognition of Palestine as “nonmember observer state” by the United Nations General Assembly on 29 November 2012.)

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Anti-German Bias and the New York Times

November 23rd, 2012 — 5:58am

Pulled from two articles published online by the esteemed New York Times on 22 November 2012:

“The euro was established as a common currency with too little preparation and institutional support. And, over the past year, Chancellor Angela Merkel of Germany has been destructively pushing her partners to enact laws that would prolong the recession by setting rigid deficit ceilings, denying countries the fiscal flexibility sometimes needed to revive growth.” (Editorial: Britain’s Place in Europe)

“Whisper it quietly, but the real champion in the group turned out to be Dortmund. The German club, …” (Global Soccer: Teams From Germany and Spain Dominate Champions League)

Both reinforce the impression, that a strong and continuing anti-German bias has been prevalent for months (years) now in the New York Timescommentary on the European financial crisis; often outspokenly such as in much of Paul Krugman’s analysis of economic and fiscal policy in the Eurozone, establishing the narrative of a German-dominated and German-rooted austerity folly (and bullying of the Southern periphery) while reeking of self-righteousness1 and myopic sensationalism, at other times highly manipulative in its portrayal of German issues or general topics wherein carefully placed characterisations2 and cheap shots tinge the account (mingling fact and fiction) and fuel anti-German stereotypes.

But let’s rather whisper it quietly, to what lows the Times has sunk…

1: Krugman’s firm and long-standing bias reveals itself already in an comment on the 1990s’ sick man of Europe which is still available on his MIT-website: Why Germany Kant Kompete.
2: Such as the “Teutonic[s'] guttural jeering” (here) or the Germans’ ex negativo characteristics (lack of passion, flexibility, “individual prowess”) as smugly devised by Roger Cohen.

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Nec scholae, nec vitae

Oktober 29th, 2012 — 5:22pm

Nicht fürs Leben lernen wir, einer Sentenz Senecas zufolge, welche vorrangig nur in ihrer das Lament des Originals heilenden Umkehrung bekannt geworden ist: non scholae, sed vitae; und der Gegensatz zwischen Leben und Studium firmiert in der Geistes- und Philosophiegeschichte seit der Antike als gängiger Topos.

Der französische Moralist Trublet wählt in seiner kontrastiven Betrachtung nun eine Haltung, die beiden Lebens- und Lernwegen ihre Meriten zugesteht und sie, wenn auch als Gegensatz, so doch einander bedingend und durchdringend charakterisiert; und dies in der flotten Federskizze des Essays, einer Stilform, die in der französischen Frühaufklärung eines La Bruyère oder auch La Rochefoucaulds ihre Blüte erlebte, wenn sie auch leichthin über die Tiefe und Detailtreue eines Montaigne hinwegzustreifen verführt.

Text: Nicolas-Charles-Joseph Trublets Essai Parallele de l’étude & de la vie:
zweisprachige Abschrift und Übersetzung (112 kB) (PDF-Dokument)

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1846 / 2012

Mai 21st, 2012 — 12:07am

Ett mynt af lika valörer, eller dock det sammas sättande på en och samma myntfot, hör ock kanske till omöjligheterna. Att det emellertid skulle verka mycken beqvämlighet i handel och vandel, till och med för resande, nekas icke.

[Eine Münze gleichen Nennwerts, oder welche zumindest auf einem gemeinsamen Münzstandard fußt, ist vielleicht ebenso unmöglich. Daß dies aber eine große Vereinfachung für gemeinsamen Handel und Austausch bewirkte, nicht zuletzt für Reisende, ist nicht zu leugnen.]

(Carl Jonas Love Almqvist: Om skandinavismens utförbarhet, København 1846 (1878), S. 384)

Wenn ein Land unter der Disziplin der gemeinsamen Währung nicht leben kann oder will, so soll es jederzeit frei sein, zu seiner nationalen Währung zurückzukehren.

(Thilo Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht, DVA: München 2012)

So stehen einander also gegenüber der von Optimismus getriebene proskandinavistische Esprit Almquists und dessen am 4. Februar 1846 in Kopenhagen gehaltener Vortrag vor der Skandinaviska Sällskapet – und das populistische und ach so quälerisch im Vortrag verschwurbelte Agitieren eines Sarrazins als agent provocateur (der Linken?) samt zugehörigem Rauschen der Blätter und hysterisch-aufgeregtem Geflatter unserer derzeitigen Klasse politischer Sachwalter.

Beides setzt den Dingen die Krone auf! O tempora! O mores!

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Anatarctic spelling

Mai 9th, 2012 — 9:53pm

Oh, the irony! In an article on the prospect of rising sea levels as a consequence of global warming, by way of the accelerated meltdown of another Antarctic ice shelf, The Christian Science Monitor drowns its spelling in a tell-tale of our age’s increasing negligence of good publishing practices. Which seem to have fallen out of fashion, mostly and vastly.

This mishap is probably due to the lack of a thorough editing process; and it is a symptom painfully characteristic of the online media’s fast-paced publishing of content in the digital age. Or should I rather call out the industry on its lazy proofreading? Which not only has spread to book publishing, sadly, but also, given the media’s function as communication multipliers, results in one finding after another of deteriorating spelling habits, limited text comprehension and reduced literacy among young readers and digital natives – and ultimately a break with written tradition in Western societies.

CS Monitor misspells

CS Monitor misspells

As if the deluge of misspellings (tantamount to the sea levels rising an additional 4.4 meters by the year 2100 due to the Weddell Sea alone in worst-case scenarios) and the wrecking of both grammar and the world’s unfortified coastlines weren’t enough, though, the article links to a quiz which allows the readers of the Monitor to check their scientific literacy. Hence, even if you should prove as illiterate as an increasing number of media outlets with view to spelling and grammar, you may still make up for it. There is, after all, still some hope willy-nilly amidst all the irony by which this article is fashioned.

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Lukas 10:29-37 op Platt

April 13th, 2012 — 7:37pm

Das Gebot der Nächstenliebe (Levitikus, 19:18) als Kernbestand der christlichen Botschaft ist in unzählige Schriften und Sprachen getragen und durch die Zeiten interpretiert worden, und das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter vielfältig literarisch aufgegriffen und gedeutet. Ist Selbstlosigkeit mit der Natur des Menschen vereinbar, fragen nicht nur Philosophen und Theologen zuweilen ratlos, auch im Alltag scheint eine negative Anthropologie, die Akte der Fürsorge und des Mitleids gnadenlos als Aktualisierungen menschlichen Selbstinteresses und strategische Setzungen rekonstruiert, sich ein ums andere Mal bestätigt zu sehen.

Aber gilt dies Urteil nicht vorschnell? Ist nicht der Umstand, daß Altruismus denkbar ist und sogar in den Stand von Pflicht und Gebot erhoben wird in allen Weltreligionen, Beleg für eine Wirksamkeit und Wirklichkeit desselben? Und selbst wenn wir dies als allzu optimistisch oder metaphysisch-spekulativ verwerfen – kann nicht das Ideal Wirksamkeit entfalten und spontane Akte und Opfer wach- oder hervorrufen, selbst wenn die Ethik in ihrer Begründung derselben an ihre Grenzen stößt und immer wieder durch den Wolf im Menschen sich widerlegt sieht? Anfechtungen des Glaubens und das sich Abarbeiten in der Tat, sind dies nicht erst jene Merkmale des guten Lebens, welche ihm seinen Wert verleihen? Wider sich selbst zu bestehen und die allzu menschliche Neigung, zuungunsten des Anderen das Eigene vorzuziehen? Besteht nicht darin der Reiz des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter, daß es an jeden Einzelnen appelliert, unbesehen seiner Verworfenheit sich zu erinnern, daß ihm auch die Fähigkeit zum Guten eingemengt ist? Daß er agens ist und nicht nur erleidet?

Auf die Probe gestellt wird auch ein Lehrer in Gorch Focks Biblischer Geschichte, dessen Übertragung des biblischen Gleichnisses sich mit der harten Wirklichkeit konfrontiert sieht, worin der Mensch eben korrumpiert ist und bleibt. Schließt dies aber eine bejahende Anthropologie aus, ein Bekenntnis zum Menschsein und seinen Fertigkeiten – auch im Angesicht und vielleicht sogar ob seiner conditio imperfecta ac humana?

Text: Gorch Focks Biblische Geschichte:
Abschrift (80 kB) (PDF-Dokument)

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Schiemannsgarn op Platt

April 13th, 2012 — 1:15am

Ende letzten Jahres schrieb ich wehmütig um den Verlust der niederdeutschen Mundarten und verglich dies Schwinden landschaftlicher Sprach- und Kulturgeschichte mit der Pflege derselben, die sich im süddeutschen Raum im Fortbestehen der dortigen alemannischen, schwäbischen, fränkischen u.a. Dialekte bewahrt und erweist.

In meinem Projekt, aus der Erinnerung geschwundene mundartliche Texte, welche zu Anfang des 20. Jahrhunderts – à la mode? – noch in großer Zahl produziert und verlegt wurden, immer wieder aufs Neue ins digitale Gedächtnis des 21. Jahrhunderts hinüberzuretten, fahre ich heute fort mit einem Auszug aus einem Erzählungsband Johann Wilhelm Kinaus, welcher besser bekannt ist unter seinem Pseudonym Gorch Fock – als Namenspatron des Segelschulschiffs der Deutschen Marine.

Wenn einer dauhn deiht, wat hei deiht, dann kann hei nich mehr dauhn, as hei deiht.

Text: Gorch Focks Erzählung Den Seilmoker sin Piep:
Abschrift (84 kB) (PDF-Dokument)

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Kun en tekst

April 10th, 2012 — 12:01am

Den siste boka jeg har lest er “Like sant som jeg er virkelig“, forfatteren er Hanne Ørstavik. Jeg leste den på norsk etter at jeg hadde lest oversettelsen til tysk allerede i 2003 da jeg hørte på forfatterens lesning på bokhandelen Hugo Frick (som ble stengt ved slutten av 2006), og at jeg leste boka på ny skyldes en muntlig eksamen for noen dager siden. Jeg ville forberede meg ved å lese teksten høyt og helt tydelig for å forbedre både uttalen min og mitt ordforråd. Boka handler om ei ung kvinne som heter Johanne og som en dag finner seg alene og låst inne i rommet sitt. Teksten beskriver følelser hennes, og leseren får et blikk på livet hennes; hennes håper, tvil og hva hun er redd for. Jeg kjøpte denne boka i 2006 når jeg var på ferietur i Oslo, og dette kjøpet er noe helt normalt for meg for jeg pleier å kjøpe bøker i alle steder hvor jeg er på reise. Nesten aldri kommer jeg tilbake fra en tur uten at jeg har kjøpt nye bøker. Faktisk, ofte forbereder jeg reisene mine med å slå opp på internett hvor jeg kan finne spennende bokhandler, og i hver by er bokhandler og antikvariater viktige severdigheter for meg. Jeg var, for eksempel, utrolig glad at jeg kunne gå til Strand’s som er en tradisjonsrik og velkjent bokhandel i New York City, hver gang da jeg har vært der siden 2000. Damms Antikvariat var en kjempefin plass i Oslo da den fantes ved Christiania Torv mellom Rådhusgata og Øvre Slottsgate (skjønt litt dyrt), de har flyttet til Frogner i mellomtiden. Butikken en må ikke gå glipp av i Paris er Shakespeare and Company i nærheten av Notre-Dame katedralen og Seine-bredden. George Whitman greide å skape et fluktrom som varer bibliomaner, avsidender og turister alle sammen og gir dem pust å drømme igjen midt i byen, midt i den moderne verdens rastløshet. Dessuten bruker jeg internettet for å kjøpe bøker, både lærebøker for universitetskursene og forskningen min og gamle bøker for jeg er interessert i å samle sjeldne, antike bøker, særlig bøker som stemmer fra den tidlige humanistiske boktrykkeri-tradisjon (for eksempel pene trykk av klassikerne i Aldus Manutius‘ forlag og Elzevirernes reiseutgaver som høyeste uttrykk av den nederlandske gullalderen) og også fra den franske opplysningstiden.

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