Tag: Medien


Mißglückte Werbung: Unerwidert

Juni 27th, 2014 — 2:39pm

Mir sind Online-Partnerbörsen suspekt, und dies nicht einzig aus pragmatischen Erwägungen, die das (schiefe) Verhältnis zwischen den Geschlechtern wie auch Orientierungen betreffen oder die Motive der Betreiber (z.B. ebenjenes oftmals im Nebulösen zu belassen, obschon es doch als Erfolgsparameter nicht zu vernachlässigen ist, wenn die zugrundegelegte algorithmische Verkupplung schon nicht in Frage gestellt wird) wie auch die in der Konsequenz zumeist irreversiblen (soll heißen: versenkten) Opportunitätskosten, die der Nutzer, daheim vorm Rechner vom Leben und der zwischenmenschlichen Begegnung darin abgeheimst, auf die Suche nach einem Partner zeitlich (und finanziell) aufwendet, worin auch eine Gerechtigkeitsproblematik sich ausgestaltet, wenn der Betreiber durch einseitig (intransparent) kontrollierte Umgebungs- und Zugangsbedingungen den Nutzer im Dunklen läßt über die rechnerische Unwahrscheinlichkeit, sein eingesetztes (monetäres) Kapital zumindest sozial, wenn schon nicht symbolisch ummünzen zu können. (Hierbei sei davon abgesehen, daß die Verzinsung einer Kapitalsorte in ein Äquivalent einer anderen problematische Implikationen mit sich führt mit Blick auf die Verfügung und Verfügbarkeit über das (menschliche) Individuum.)

Single love: Bedarf es einer Partnerbörse für unerwiderte Liebe?

Samt und sonders erhebt sich in mir aber Widerspruch ob der in solch kybernetisch organisierten Vermittlungsbörsen als Intermediärende (d.h. der Unmittelbarkeit und inhärenten Unabwägbarkeit der Begegnung Entgegenstehende und darein Zwischengeschaltete) waltenden Logik, welche in wirkmächtiger Analogie das betriebswirtschaftliche in ein partnerschaftsoptimierendes Kalkül übersetzt, sie beide als Homologien parallelführt und sich, genau besehen, als ein kryptonormativ verfaßtes Dispositiv erweist, dessen, mit Foucault gesprochen, Regelsysteme und interne Prozeduren die Zufälligkeit von Ereignissen bändigen sollen und somit ein heteronomes, beherrschtes Menschenbild einschreiben in die Partnerwahl. Dieselbe vollzieht sich parametrisch, wobei die dem Nutzer zugrundegelegten (expliziten) Kriterien gleichermaßen als (implizite) Steuerungsgrößen und (implizite) Skalarvariablen einzig regelgerecht (algorithmisch) verfahren und so das partnerschaftliche Desiderat in ein externen A-priori-Setzungen genügsames Optimum abbilden.

Eine Kriteriologie des Menschen wird aber immer das Gegenüber als Abbild des eigenen rekonstruieren und metrisieren, d.h. es in einem zweiten (narzißtischen) Schritt dem Nutzer genügen lassen (worin der Mensch als Gegenüber passiviert wird), und so den Blick verstellen auf das Kontingente, Überraschende, Transformative in der Begegnung mit einem anderen Menschen, der nicht doppelt domestiziert und reduziert auf den Zuruf von Datenbank und Suchendem hört, sondern diesen zu verstören, aufzurütteln, wachzurufen in eine neue Emanation von Selbst (und Selbstvergewisserung) in der Lage ist (anstelle einer Rekonfiguration) und jener die Freiheit des Anderen, Widergesetzlichen, Selbstbestimmten entgegensetzt. Eine Lyrik der Partnerschaft in all ihrer Ungewißheit und Konkretion, ist sie nicht dem Sirenenruf des Partners nach meinem Bilde vorzuziehen? Ist die Conditio humana nicht zuallererst eine Conditio imperfecta? Ist, in der Terminologie Heideggers, nicht der Mensch, der sich entmachtet im Gestell der Technik findet, funktional optimiert, – herabgewürdigt zum zu bestellenden Bestand? Und einzig, wenn in der Begegnung nahe anstatt durch raschen Zugriff verfügbar, Mensch?

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Aporetische Monologe

November 30th, 2012 — 5:15am

Die Aporie (?p???a) beschreibt eine Ausweglosigkeit, Ratlosigkeit, eine Situation, die kein Auskommen und keine Auflösung anbietet, ein Verwirrnis und Abirren und generell, mit Heidegger gesprochen, die Holzwege, die beschritten werden müssen, um im Fortgang des Denkens ihre Unerquicklichkeit zu entbergen.

“The UN vote underscores that the world is run largely by thugs or, at best, people with limited moral vision. [...]“

Ich schätze den Dialog sehr, den Austausch an Erfahrungen und Meinungen, die Herausforderung und das Infragestellen eigener und fremder Perspektiven, das mäeutische (µa?e?t???) Streitgespräch, das im besten Sinne Erkenntnis hervorbringt und im schlechtesten Falle lustvolle Volte und Replik, das Kreisen um und Versenken ins Gespräch, worin Fährten gelegt werden und falsche Spuren gelesen, wo Paralogien (pa???????) und Subtexte Kleinode freilegen und den bis dato für unerschütterlich befundenen Erfahrungsschatz subtil, sublim verrücken.

“Disgraceful! We should cut all foreign aid to countries that voted for this and ask the United Nations to remove themselves from our country within 90 days. There is no excuse for our influence to be this low in the world and is a direct reflection on the lack of ability of the president of the United States. Not only is he a traitor to this country but incompetent as well. The reputation of our country could never be lower.”

Wie aber kann in dieser Zeit der partikulären Diskurse, der algorithmisch bestimmten und fein säuberlich abgetrennten parteilichen Sphären, jener prokrastinativen Oase der Selbstbespiegelung und iterierenden Selbstbestätigung, in der jedwede Doxa (d??a) sich zum großen Narrativ auswächst und Weltdeutung und -auslegung frei von Kontrapunkt und Konterkarré, geschweige denn der Kakophonie der Begegnung, affixiert, reifiziert und darüber das Singuläre in der Vielstimmigkeit der einen Wahrheit vergessen macht, wie kann hierin noch das Andere vermittelt und ertragen werden? Alterität gerinnt zusehends zur Alienität, potentialisierte Unübersetzbarkeit.

“The UN is a useless organization. It has accomplished nothing in my lifetime. No war has been stopped. No terrorism has been stopped. No human rights have been protected. The UN is simply a collection of useless ambassadors who predominantly come from radical extremist countries. The only thing the UN is good for is causing traffic jams in NYC and blatantly violating every law and regulation in NYC as well as giving a voice to terrorists and dictators. We would be better off without the institution.”

Was aber sind kommunikative Parallelismen, Kommentare ohne Transfer und Brückenschlag anderes als Amphoren anstelle von Metaphern (µetaf??a?), als Gefäße, die gleichermaßen einfassen und ausschließen, platonischer Dialogizität ermangeln, Idiosynkrasien und Idiolekt, Monolog und Monotonus, welche der Stimme gebrechen und in sich verkehrt bleiben, gekränkt, verkrümmt, egomanisch um sich kreisen und letztendlich – unauflöslich, stumm, aporetisch?

“So it means now that Palestine terrorists are now recognised and endorsed by the useless corrupt UN.”

(All quotes taken from reader comments on this New York Times article on the recognition of Palestine as “nonmember observer state” by the United Nations General Assembly on 29 November 2012.)

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Anti-German Bias and the New York Times

November 23rd, 2012 — 5:58am

Pulled from two articles published online by the esteemed New York Times on 22 November 2012:

“The euro was established as a common currency with too little preparation and institutional support. And, over the past year, Chancellor Angela Merkel of Germany has been destructively pushing her partners to enact laws that would prolong the recession by setting rigid deficit ceilings, denying countries the fiscal flexibility sometimes needed to revive growth.” (Editorial: Britain’s Place in Europe)

“Whisper it quietly, but the real champion in the group turned out to be Dortmund. The German club, …” (Global Soccer: Teams From Germany and Spain Dominate Champions League)

Both reinforce the impression, that a strong and continuing anti-German bias has been prevalent for months (years) now in the New York Timescommentary on the European financial crisis; often outspokenly such as in much of Paul Krugman’s analysis of economic and fiscal policy in the Eurozone, establishing the narrative of a German-dominated and German-rooted austerity folly (and bullying of the Southern periphery) while reeking of self-righteousness1 and myopic sensationalism, at other times highly manipulative in its portrayal of German issues or general topics wherein carefully placed characterisations2 and cheap shots tinge the account (mingling fact and fiction) and fuel anti-German stereotypes.

But let’s rather whisper it quietly, to what lows the Times has sunk…

1: Krugman’s firm and long-standing bias reveals itself already in an comment on the 1990s’ sick man of Europe which is still available on his MIT-website: Why Germany Kant Kompete.
2: Such as the “Teutonic[s'] guttural jeering” (here) or the Germans’ ex negativo characteristics (lack of passion, flexibility, “individual prowess”) as smugly devised by Roger Cohen.

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Anatarctic spelling

Mai 9th, 2012 — 9:53pm

Oh, the irony! In an article on the prospect of rising sea levels as a consequence of global warming, by way of the accelerated meltdown of another Antarctic ice shelf, The Christian Science Monitor drowns its spelling in a tell-tale of our age’s increasing negligence of good publishing practices. Which seem to have fallen out of fashion, mostly and vastly.

This mishap is probably due to the lack of a thorough editing process; and it is a symptom painfully characteristic of the online media’s fast-paced publishing of content in the digital age. Or should I rather call out the industry on its lazy proofreading? Which not only has spread to book publishing, sadly, but also, given the media’s function as communication multipliers, results in one finding after another of deteriorating spelling habits, limited text comprehension and reduced literacy among young readers and digital natives – and ultimately a break with written tradition in Western societies.

CS Monitor misspells

CS Monitor misspells

As if the deluge of misspellings (tantamount to the sea levels rising an additional 4.4 meters by the year 2100 due to the Weddell Sea alone in worst-case scenarios) and the wrecking of both grammar and the world’s unfortified coastlines weren’t enough, though, the article links to a quiz which allows the readers of the Monitor to check their scientific literacy. Hence, even if you should prove as illiterate as an increasing number of media outlets with view to spelling and grammar, you may still make up for it. There is, after all, still some hope willy-nilly amidst all the irony by which this article is fashioned.

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Die prononcierte (konstruierte) Ferne der Eurokratur

März 1st, 2012 — 3:09pm

Vor einigen Tagen schrieb ich halb belustigt, halb bestürzt über die nicht nur den medialen und politischen Diskurs bestimmende, sondern auch für die Berichterstattung zunehmend charakteristische Unwissenheit in europapolitischen Fragen, welche einem Gutteil der Stimmen und Beiträge darin unterliegt und zu hanebüchenen Verwechslungen auch in “Qualitätsmedien” führt.

Um jene Unkenntnis einzubergen, bedienen sich nicht nur Politiker und Stammtisch Stereotypen und nonchalanter Gleichgültigkeit in der Zuschreibung allen Übels und aller Petitessen ans ferne Brüssel, dessen Kompetenzen bestenfalls inkompetent gescholten werden, wenn nicht verschwörungstheoretisch aufgeladen, sondern auch die Medien konstruieren in Europa das Fremde und Andere, das es abzuwehren oder zu vereinnahmen gilt, bevor es nationale Eigenständigkeit und Eigenheit überwältige, welches gleichwohl aber an Ort und Stelle stets dazu dient, europapolitisches Unbehagen und nationale Zankäpfel bequem mit Verweis auf eine aufgeblähte Straßburger Bürokratie abzuladen.

Und wie um die in jenem Blogartikel angeführte (zuweilen ostentativ) prononcierte Fremdheit der europäischen Institutionen in den deutschen Medien zu belegen, sind zeitnah in den letzten Tagen in zwei führenden Blättern Deutschlands Meinungsbeiträge erschienen, welche in dieselbe Kerbe schlagen:

So spricht Thomas E. Schmidt in seiner Kritik am europäischen Projekt von “geradezu furchterregende[n] Tätigkeitsnachweise[n]” der “Brüssler Gesetzesmaschine”, worin nur “ein kleiner Kreis [von] Regierungschefs (manchmal treten Finanzminister, Staatssekretäre und Berater hinzu) und einer Handvoll Eurokraten” “europapolitisch[e] Fakten schaff[e]“. Wenngleich die Utopie vom geeinten Europa nicht gleich gescheitert sei, so blieben die Differenzen innerhalb Europas erhalten oder weiteten sich gar aus wie jene zwischen Peripherie und Zentrum im Laufe der Finanzkrise, und es sei an der Zeit, auch “über das Nichtintegrierbare, die absoluten Grenzen der Angleichung” zu sprechen.

Und obschon er diesem Negativbefund nicht sekundiert, so attestiert auch Nikolas Busse dem “Elitenprojekt” EU, daß es, obschon in “Brüssel den Bürgern weiterhin fremd und fern”, in seinem Drang nach Erweiterung der Zuständigkeiten einen Umgangston pflege, der “etwas Paternalistisches” habe: “Wir schmieden das Glück des europäischen Bürgers, notfalls auch gegen seinen Willen – so lautet der unausgesprochene Komment der Europapolitik.” Die politische Kultur der Europäischen Union sei gekennzeichnet von einer “tiefsitzenden Verwaltungsmentalität”; “Geheimniskrämerei und die diplomatische Sprache, mit der die Kompromisse des [Europäischen] Rats verbrämt und verschleiert werden” beförderten weiter die Ferne zur Lebenswirklichkeit der europäischen Bürger.

Kräftige Schützenhilfe habe diese Brüsseler Gewalt nun auch inmitten der Eurokrise von der Regierung Merkel erhalten in der Ausweitung der Kontrollrechte der EU mit Blick auf staatliche Haushalte und Finanzen, womit, als deren Spiegel, eine vielleicht unfreiwillige und unabsichtliche, jedfalls dauerhafte Selbstbeschneidung nationalstaatlicher Kompetenzen einhergehe und eine Schwächung nationaler Souveränität. Hier aber, so Busse, drohe nun der endgültige Verlust demokratischer Legitimation Europas: “[W]enn die Politik nicht mehr dafür tut, daß das Brüsseler Geschehen zugänglicher wird, dann behält sie vielleicht die Währung, verliert aber die Völker.”

Und was ist ferner, als ein Europa ohne Völker? Ein “Brüsselkuckucksheim”, eine Vision ohne Rückhalt, eine Praxis ohne Bodenhaftung, ein Projekt ohne Rückbindung an und Verwurzelung in einer gemeinsamen europäischen Identität. Jene Identität aber kann nicht das ewige Andere sein, als welches Medien, Bürger und Politiker Europa so gerne darstellen – und zum eigenen Vorteil auch machen. Unwissen behüt!

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EUropa-ratlos

Februar 24th, 2012 — 9:50pm

Wenn selbst die honorige Zeit zuweilen (und wiederholt) die Übersicht verliert über die europäischen Institutionen; wer wollte es da europäischen Milchbauern verübeln, die wütend gegen den Preisverfall ihrer Produkte und und wider den Preisdruck durch die Molkereien protestieren und für ein vom EU-Parlament mandatiertes Milchpaket – auf den Stufen des Palais de l’Europe? wer nicht sanft über die Europawahl-Panne der Stadt Köln hinwegblicken, welche 2009 Europarat und Europäisches Parlament in einen Topf warf? – Beide liegen schließlich in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander im Quartier européen Straßburgs.

ECHR, nicht EU

ECHR, nicht EU

Dennoch ist dieser Fauxpas der Zeit, welcher nahezu zwei Stunden online unverändert blieb trotz frühzeitiger Richtigstellung durch mehrere Leser, bezeichnend für die Haltung von Medien und einem Großteil des europäischen Publikums vis-à-vis die für ihr alltägliches Leben so maßgeblichen europäischen Institutionen. Oftmals wird bürokratischer Wildwuchs beklagt, wider die Hydra mit ihren tausend Köpfen gezetert und gemurrt, die Demokratieferne der Technokraten in Brüssel und Straßburg mit Resignation gemustert oder mit einer Suade und Schmährede unterlegt, – und doch ein ums andere Mal, wieder und wieder, wird der Umut dem falschen Adressaten zugestellt.

Daher sei hier, der Einfachheit halber, eine Übersicht gegeben der einander korrespondierenden, oftmals darüber verwechselten Institutionen und Einrichtungen (eine eingehende Lektüre erspart dieses Schema aber nicht – man starte hier):

Europarat (CoE)

  • 47 Mitgliedsländer
  • Ministerkomitee
  • Parlamentarische Versammlung
  • Kongreß der Gemeinden und Regionen
  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR)

Europäische Union (EU)

  • 27 Mitgliedsländer
  • Europäische Kommission
  • Rat der Europäischen Union (Ministerrat)
  • Europäischer Rat
  • Europäisches Parlament
  • Europäischer Gerichtshof (ECJ)

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‘Vastly inflated’ does not even come close

Januar 20th, 2012 — 8:25pm

A couple months ago, I wrote somewhat amused about Google’s new reverse image search feature and some of its more entertainingly absurd results.

Well, now as Google have reworked and put into place their new search routines, in addition to a revamp of their homepage, which for the general user appear to work fine (in mysterious ways, though), another example of the inner workings gone awry seems to corrobate the need for wider fine-tuning of the beast and its algorithms.

I found this one while searching for a potential Norwegian dialectal term, which may factor in as Google, in general, seems to consider any language but English somewhat exotic which comes to light when it is acting in its quixotic manner. Just try for yourself:

1. Enter “først og fram” in the Google search box and press enter.
2. You get: “About 662,000 results (0.11 seconds)”.
3. Take a look at the results and then go to page 2 of the search results.
4. At the top, it now reads: “Page 2 of 12 results (0.25 seconds)”.
5. Say out loud “huh?!” and take a walk.

NB: The common and correct phrase in Norwegian is “først og fremst”, and although you may find “først og fram” in the vernacular, it is not recommended for use in written Norwegian. It corresponds to the English “first and foremost” and is similarly formed and cognate to the German “zuerst und zuvörderst“.

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Jazz, the OCD, and New (Y?) Times

Dezember 6th, 2011 — 6:14am

Das Vorsprachliche des Jazz trotzt aller Definition. Allerdings nur, wenn man sich bereitwillig ins Onomatopoetische fügt und flüchtet, anstelle in Spiel und Improvisation.

Das moderne mediale Leben charakterisiert ein Zug ins Obsessiv-Dokumentarische. Ein jeden Augenschein festzuhalten, müh’n wir uns, und darüber flieht uns das Leben.

In einem cleveren Schachzug hat die New York Times ihre Kommentarfunktion nun auf einer Seite mit dem jeweilig zugehörigen Artikel integriert – und verquickt. So gewährt ein Umgehen der Bezahlwand zwar immer noch Zugang zu den Artikeln, nicht aber mehr zum nachgängig geladenen Kommentarmodul, womit das Times-Erlebnis beträchtlich geschmälert wird – ist doch, wie bei kaum einer anderen Zeitung, die lebendige Diskussions- und Kommentarkultur der Leser integraler Bestandteil desselben. Zeit für ein Online-Abonnement?

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Listing lists: NYC newspapers and journals

Oktober 6th, 2011 — 6:10am

Newspapers

1. New York Times: http://global.nytimes.com/
2. New York Post: http://www.nypost.com/
3. Daily News: http://www.nydailynews.com/
4. Wall Street Journal: http://online.wsj.com/

1. While the prestigious New York Times is without doubt the epitome of quality journalism both in print and online publishing, world-renowned for setting standards in news coverage and balanced, though opinionated editorials, and famous for both its extensive network of offices and social contacts and highly-regarded investigative journalism, all of which features which won the paper more than 100 Pulitzer Prizes in its long history, it proves at best its worth as a reference point for national and international news rather than local pieces. Top-notch are the features on NYC arts, culture, architecture and fashion, though.

2. A cursory, daily reading of the New York Post will on the one hand reinforce the impression of Brooklyn and the Bronx as epicentres of crime within the city limits and further highlight the trappings of the paper’s lurid, often voyeuristic tabloid style – never mind the plethora of frequently disgusting, xenophobic comments by its readership, mirroring the Post‘s political leanings and outright bias to the right. It will, however, on the other hand give you worthwhile insight into the actual manifestation of society and life in New York City and the often abrasive interaction of this city’s diverse and multicultural communities with one another, i.e. “real life”.

3. The Daily News is another yellow-press daily in New York City; unlike the Post it focusses less on sensational crime stories and more on reports on New York society. There is not really any need to invest time in reading it for a visitor to New York, unless one happens to harbour an interest in the Upper East Side socialites and charity events anyways. Gossip, entertainment and sports reports are its trademarks, plus classified ads if you still cling to the print media for such. (Craigslist and Backpage are vibrant, and better, online alternatives for such, though, and for free.)

4. The most widely circulated newspaper in the United States, the Wall Street Journal covers primarily economic and political topics, both on an international and national level. For business and financial news, it is the first choice in the city; one needs to be aware, however, of a noticeable conservative bias and growing influence by Murdoch’s News Corporation (which owns the Journal‘s publisher Dow Jones & Company) on its pronounced political and economic viewpoints – despite claims of editorial independence. For the New York vacationer who wishes to keep himself up-to-date on world affairs, in general, the Times seems the preferable pick du jour.

Fake Newspapers

1. The Onion: http://www.theonion.com/

1. You will probably pick up a free copy of “America’s finest news source”, originating from Madison, Wisconsin, on a Thursday night on the streets of SoHo or in the Villages, somewhere below the 14th St, and then have some pleasant fun with the Onion‘s cleverly disguised news features on mundane issues and current affairs alike. Their playful, sometimes boisterous take on things makes life in the city so much more bearable and merry, and there’s nothing bad about a weekly chuckle with laughter at fineprint satire and news parodies which put tabloids like the Post to shame.

Journals

1. New Yorker: http://www.newyorker.com/
2. New York Review of Books: http://www.nybooks.com/

1-2. Both of these journals feature distinguished articles on culture, literature and current affairs, and both exhibit a striking characteristic of fostering national and international intellectual discourse in the English speaking world. Neither of these journals will provide a visitor to New York with readily available trip advice, yet both will prove an entertaining and stimulating read at night, in the library or, if need be, on a sunny day at Central Park, luring fellow salon intellectuals to your company or knocking off a heated debate. A postmodernist novel, however, by Don DeLillo or Paul Auster, signals equal versatility in dealing with modernity without the pretentious attitude and nonchalant disdain for shallow societal mores. If not for a Columbia sophomore, a smile may get you more hits and chats. Rather study the highbrow narrative at home!

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xxx looks like bacon on a bun

September 29th, 2011 — 7:16pm

In June, Google rolled out the reverse image search as a new feature, enabling users to “explore the web in an entirely new way” which basically comes down to allowing one to scan the internet and scour for instances of any particular image in use. Some raving reviews already praise this service as a free, and superior, instrument to Tineye, while others underline its usefulness in fighting rampant copyright infringement on the internet.

I set out to give it a try, and I am somewhat surprised by the results for my first, particular reverse image search, using an image of bacon I took earlier this month. Apparently Google thinks that –

Bacon similes

Bacon similes

…Akina Minami looks like bacon on a bun.
…Jenna Elfman looks like bacon on a bun.
…a Dutch amateur model called Lynntjeee looks like bacon on a bun.
…a crying baby and a cute, little lump of sweetness look like bacon on a bun.
…a wooden toy kitchen looks like bacon on a bun.
…some jam-filled macarons look like bacon on a bun. (I have to admit, I took them to be mini burgers which seemed the best approximation so far among Google’s search results.)
…pencil shavings look like bacon on a bun.

It certainly looks like a wide array of wild guesses to me. I can only conclude, that Google’s image comparison algorithms, along with its database, still need some wee bit of fine-tuning.

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