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January 6th, 2010

Titus Arnu (Hrsg.): Übelsetzungen - Sprachpannen aus aller Welt
Langenscheidt, Berlin / München et al. 2007
3. Auflage 2008

beg, bee: 27.12.2009, 28.12.2009

Wohl kaum ein Buch zu nennen, ergeht sich dies unverkennbar deutsche Printprodukt, ohne jeglichen Hintersinn, in Schadenfreude und Häme und läßt so neben wohlfeilem Feixen für Sprachwitz oder humorvolle Sprachkritik keinen Raum. Montiert und redigiert qua wahllosem Cut & Paste und beliebiger Bebilderung, entpuppt es sich so in für einen Verlag wie Langenscheidt beschämender Weise als billige Fließbandware, welche die Leser mit eigenen Schnappschüssen und Fundstücken zu ergänzen aufgefordert sind im als Anschreiben verfaßten Kolophon. דרעק: Drek auf dem teller.

128 Seiten, Broschur
dt.-sprachig
Bildband, Sprachkritik, Deutschland

Demagogie

July 13th, 2009

Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki, Leiter des durch seine politische Linie und Lobbyarbeit ausgesprochen strittigen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), spricht in einem Bericht des ARD-Magazins FAKT über Befunde einer Studie seines Instituts, derzufolge bei Verwendung des Analoginsulins Lantus das Krebsrisiko für Diabetespatienten signifikant steige.

Daß bei der Berichterstattung individuelle Vorzüge der Behandlung mit Analoga, welche zahlreiche Betroffene bezeugen, so z.B. der verringerte Spritz-Eß-Abstand traditionellen konventionellen Insulintherapien (ICT) gegenüber, die einem Nichtdiabetiker vergleichbare flexible, nahezu freie Entscheidung über Zeitpunkt, Zusammensetzung und Menge der Mahlzeiten ansteller starrer Diätpläne sowie die dem natürlichen Ausschüttungsmechanismus des körpereigenen Insulins Gesunder überragend nachempfundene Funktion selbiger Analoga sowohl in Form langwirkender Basal- als auch kurzwirksamer Bolusinsuline und damit einhergehend, gesundheitliche Disziplin vorausgesetzt, deutlich verbesserte Blutzuckerregulierung und Minderung von diabetischen Langzeitschäden, daß all dies vernachlässigt oder gar unterschlagen wird, überrascht nicht wirklich.

Daß “Pharmariesen” wie dem Hersteller Sanofi Aventis gegenüber polemisiert und deren Motive und Studien im Grundsatz diskreditiert werden, eine Strategie, die auf einem diffusen Gefühl des Mißtrauens in der Bevölkerung Konzerninteressen gegenüber fußt und dieses nicht einzig kanalisiert, sondern bewußt manipuliert und sich zu Nutze macht, umso weniger.

Aber welche wissenschaftliche Qualifikation soll einem Mann wie Herrn Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki zugesprochen werden, wenn er, wie im FAKT-Interview, einen Gegensatz konstruiert von “natürliche[m] Humaninsulin” und dem “Kunst-Insulin Lantus” - wohlwissend, daß diese Sprachregelung Ängste schürt, obschon alle beide, Analoga wie auch Humaninsuline, gentechnisch hergestellte künstliche Insulinpräparate sind?

Die PR-Arbeit seines Instituts ist erstklassig; in nur wenigen Wochen hat das IQWiG in einer Vielzahl Sendungen und Publikationen (z.B. im üblicherweise sauber recherchierten 3sat-Wissenschaftsmagazin nano, im stets sensationslüsternen Spiegel (Spon-Artikel) und auch in den Tagesthemen) Berichte über seine Studie plaziert. Wieso findet der Ausgangspunkt der Debatte, das Bestreben des Gemeinsamen Bundesausschusses unter Federführung des IQWiG, Insulinanaloga aus Kostengründen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen, keine Erwähnung?

Die Haltung der öffentlich-rechtlichen Sender, als Multiplikator für eine gezielte Kampagne gegen den Einsatz von Analoginsulinen zu fungieren und in ihren einseitigen Folgerungen Studien strittigen Designs eines gesundheitspolitisch lobbyistisch verankerten Instituts eine Plattform zu geben, ist, milde gesagt, kritisch, im eigentlichen Sinne unverantwortlich. Der nachgeschobene Hinweis an Patienten, die mit Analoga behandelt werden, nicht aus Angst das Präparat eigenständig abzusetzen (oder zumindest erst nach Absprache mit ihrem behandelnden Arzt), ist dann nur noch höchst verlogen. Schämt Euch, Ihr Heuchler!

Deutschland, gedenke Deiner Toten II

July 7th, 2009
Gefallen im Dienst am Land im ISAF-Einsatz, Afghanistan
International Security Assistance Force (ISAF)

23.06.2009: Kunduz
Martin Brunn (23), Hauptgefreiter, Panzergrenadierbataillon 391 (Bad Salzungen)
Oleg Meiling (21), Hauptgefreiter, Panzergrenadierbataillon 391 (Bad Salzungen)
Alexander Schleiernick (23), Hauptgefreiter, Fallschirmjägerbataillon 263 (Zweibrücken)

29.04.2009: bei Kunduz
Sergej Motz (21), Hauptgefreiter, Jägerbataillon 292 (Donaueschingen)

20.10.2008: bei Kunduz
Patrick Behlke (25), Stabsunteroffizier, Fallschirmjägerbataillon 263 (Zweibrücken)
Roman Schmidt (22), Stabsgefreiter, Fallschirmjägerbataillon 263 (Zweibrücken)

27.08.2008: Chahar Dara bei Kunduz
Michael “Mischa” Meier (29), Hauptfeldwebel, Fallschirmjägerbataillon 263 (Zweibrücken)

06.08.2008: südlich von Kunduz
Patric Sauer (24), Stabsgefreiter, Fallschirmjägerbataillon 263 (Zweibrücken)

15.08.2007: bei Kabul, Richtung Dschalalabad
Mario Keller (39), Polizeiobermeister, GSG 9 der Bundespolizei (Sankt Augustin)
Jörg Ringel (31), Kriminaloberkommissar, Bundeskriminalamt (Wiesbaden)
Alexander Stoffels (39), Polizeiobermeister, GSG 9 der Bundespolizei (Sankt Augustin)

19.05.2007: Kunduz
Michael Diebel (28), Hauptfeldwebel d. R., Bundeswehrdienstleistungszentrum / Materialdepot (Darmstadt)
Michael Neumann (48), Oberfeldwebel d. R., Marinearsenal (Kiel)
Matthias Standfuß (31), Hauptmann d. R., Bundesamt für Wehrverwaltung (Bonn)

14.11.2005: Kabul
Armin Franz (44), Oberstleutnant d. R., Feldersatzbataillon 901 (Köln)

25.06.2005: Rustak
Andreas Heine (37), Hauptfeldwebel, PRT Kunduz (Bad Oeynhausen / Ehra-Lessien)
Christian Schlotterhose (26), Oberfeldwebel , Panzergrenadierbataillon 332 (Wesendorf)

07.06.2003: Kabul
Jörg Baasch (25), Stabsunteroffizier, Fernmeldeaufklärungsregiment 940 (Daun)
Andreas Beljo (28), Oberfähnrich, Fernmeldeaufklärungsregiment 940 (Daun)
Helmi Jimeniz-Paradis (29), Feldwebel, Fernmeldeaufklärungsregiment 320 (Frankenberg)
Carsten Kühlmorgen (32), Oberfeldwebel, Fernmeldeaufklärungsregiment 320 (Frankenberg)

29.05.2003: bei Kabul, nahe Khairabad
Stefan Kamins (24), Stabsgefreiter, Amt für militärisches Geowesen / Geoinformationswesen (Euskirchen)

Komak aw Hamkari: Help and Cooperation
Es sind jene 22 Soldaten aufgelistet, die in ihrem Einsatz durch feindliche Kräfte getötet wurden.
(Stand: 12.01.2010)

Eine (wenn auch unvollständige) Übersicht über alle Soldaten, die in Afghanistan ihr Leben verloren, sowie Verwundete und die Angriffe auf die Bundeswehr findet sich hier auf Deutsch und auf Englisch.

Incidental…

June 4th, 2009
The beauty of German humour

The beauty of German humour

… accidental, a fine example of German humour, indeed.

Btw, the New York Times archive can be searched and used for free, for the most part. If only the Frankfurter Allgemeine or NZZ offered a similar service.

mmix.xii

April 15th, 2009

Don DeLillo: Cosmopolis
Picador, London 2003

beg, bee: 14.03.2009, 14.04.2009

211 Seiten, Festeinband
engl.-sprachig
Roman, Literatur, Postmoderne, Nordamerika

mmviii.xv

December 27th, 2008

Don DeLillo: Mao II
Vintage U.K., London 1992
12. Auflage 2004

beg, bee: 09.12.2008, 26.12.2008

“[T]he withheld work of art is the only eloquence left.” (p. 67)

“Beckett is the last writer to shape the way we think and see. After him, the major work involves midair explosions and crumbling buildings. This is the new tragic narrative.” (p. 157)

250 Seiten, Taschenbuch
engl.-sprachig
Roman, Literatur, Postmoderne, Nordamerika